Die Schlagkraft des Immunsystems

8. Juni 2026

Mit Wacholder erhöhen                                                                                                                                 

Gerade in den städtischen Wohngegenden ist es üblich, sich in einem Fitnessstudio um einen vitalen Bewegungsapparat zu kümmern. Viele Gerätschaften, die speziell für die unterschiedlichen Muskelpartien konstruiert wurden, stehen in derartigen Institutionen für Jung und Alt bereit. Für unser Immunsystem wirken sich sportliche Aktivitäten ebenfalls gut aus. Doch können sich für dessen Tüchtigkeit genauso pflanzliche Kräfte in den Dienst nehmen lassen. In diesem Sinne möchte ich heute auf den Gemeinen Wacholder (Juniperus communis) verweisen. Dieses Zypressengewächs zählt gewiss zu den Kostbarkeiten unserer heimischen Flora. Leider wurde in zurückliegenden Jahrhunderten der Bestand des Wacholders stark reduziert, da sein Reisig zum Selchen des Fleisches herangezogen wurde. In der Naturheilkunde kommt der Frucht des Wacholders eine wichtige Rolle zu, die gerne als Beere bezeichnet und in der Küche zum Würzen vieler Speisen und Gerichte verwendet wird. Die Inhaltsstoffe darin sind vor allem Gerbsäure, Oxalsäure, Menthol und ätherisches Öl. Sie besitzen zugleich schmerzstillende und wundheilende Effekte, die sich auf verschiedene Weise von den aufbereiteten Zapfenbeeren des Wacholders abrufen lassen. Unser Immunsystem muss nun rund um die Uhr schnell und reaktionsfähig unzählige Keime, Viren, Bakterien und Schadstoffe ausschalten. Da kann es nicht schaden, ihm etwas Stärkendes zukommen zu lassen.

Reife Beeren im Mund kauen

Voll ausgereifte dunkelblaue Beeren des Wacholders im Garten abpflücken. Davon pro Tag bis zu 5 Stück einzeln gründlich im Mund zerkauen und danach hinunterschlucken. Das lässt sich aber ebenso mit getrockneten Früchten durchführen. Diese Maßnahme kurbelt den Stoffwechsel an und steigert auf jene Weise die Immunkraft des Körpers. Menschen mit geschwächten Nieren sollten jedoch die Wacholderbeeren meiden, da sie diese Organe reizen können.

Gemeiner Wacholder (Juniperus communis) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum