Sobald die Goldmelisse heranwächst
6. Juni 2026Ihre Blüten unterstützen Nerven und Haut
Oft haben viele von uns eine Sehnsucht nach dem Paradies. Gewiss ist es kaum möglich, von hier auf jetzt den Himmel auf die Erde herunterzuholen. Aber schauen wir doch auf das, was etwa schon im biblischen Garten Eden eine Rolle spielte und wir gleichsam in der grünen Oase rund ums Haus davon entdecken können. Vielleicht wächst ja auf dem einen oder anderen Beet den Sommer über ein zierendes und gleichzeitig gesundheitsförderndes Gewächs, das den Namen Goldmelisse (Monarda didyma) trägt und bei nicht wenigen Garten- bzw. Kräuterfreunden hoch im Kurs steht. Im Speziellen möchte ich unsere Aufmerksamkeit auf die hübschen Blüten der Goldmelisse lenken, die nicht selten als Indianernessel bezeichnet wird. Zu ihren wertvollen Inhaltsstoffen zählen Thymol, Geraniol, ätherisches Öl und Gerbsäure. Dieser farbliche Wuchsteil des Lippenblütlers kann auf mehrfache Weise genutzt werden. Dabei lässt sich auch ein Ansatz mit Alkohol zubereiten, der dann ganz sparsam genossen werden kann, um etwa die Nerven zu stärken. Gleichzeitig profitieren der Magen und dessen Tätigkeit davon. Und für unsere Haut lassen sich zudem Vorteile davon abschöpfen. Vom Paradies ums Haus können wir also vieles so verwerten, dass unser Leben wieder mehr Wert erhält. Dies ist und bleibt die naheliegendste Destination für unsere Gesundheit.
Hausmittel als Ansatz
100 g frische Blüten der Goldmelisse mit 1 Liter ca. 40%igem Alkohol ansetzen. 14 Tage in einem verschlossenen weißen Glasgefäß auf der Fensterbank stehen lassen. Hin und wieder durchrühren. Danach einfach abseihen. Dieser Blütenansatz kann mithelfen, über den Magen die Nerven zu beruhigen. Vor der Hauptmahlzeit 1 Esslöffel voll davon (eventuell mit etwas Wasser verdünnt) zu sich nehmen, das reicht als Tagesmenge. Zudem kann dieser Goldmelissen-Ansatz für die Hautpflege herangezogen werden, um im Zuge einer Einreibung die Körperoberfläche damit zu stärken und zu pflegen.

Goldmelisse (Monarda didyma) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum