Grüne Frische aus dem Wald

5. Juni 2026

Sauerklee in Salate mischen                                                                                                                                 

Wer sich vor allem jener Kräuter bedient, die jemand im eigenen Garten heranzieht und schließlich auch erntet, ist auf einem guten Weg. Die Pflanzen helfen oft hervorragend mit, die eigene Gesundheit zu erhalten. Doch dann und wann darf dieses Spektrum erweitert werden mit dem, was abseits des menschlichen Zutuns unter Gottes freiem Himmel wächst. Speziell in den Wäldern kann es sich auszahlen, gezielt auf die Suche zu gehen. Dort treffen wir u. a. auf den Sauerklee (Oxalis acetosella), der auch als Waldsauerklee oder als Hasenklee bezeichnet wird. Feuchte Standorte sind ihm das Liebste, wo er auf saurem Boden besonders gut gedeiht. Seine Blätter, die zudem für viele ein Glückssymbol darstellen, enthalten Oxalsäure. Darüber hinaus befinden sich darin Flavonoide, Schleimstoffe und Vitamin C. Der Sauerklee hat schon eine lange Tradition der Verwendung seitens der Generationen, die vor uns das Leben bestritten haben. Ich möchte diesmal die Gelegenheit nutzen, um dazu einzuladen, sich die guten Wirkungen und den charaktervollen Geschmack des Waldbewohners in die Küche zu holen. Prinzipiell wird der Sauerklee frisch verwendet. Wenn jemand einen grünen Salat anrichtet, so lassen sich die abgezupften Blätter dazu heranziehen, um diese leichte Speise mit dem Sauerklee aufzubessern. Man kann ihn aber auch auf ein Butterbrot legen oder zerkleinert in einen Topfenstreichkäse hineinrühren. Wichtig ist, dass man die Kleeblätter nur in geringen Mengen zu sich nimmt. Dann verträgt es in der Regel die Verdauung ganz gut. Und eines noch: den Sauerklee kann man auch im eigenen Garten anpflanzen, ziehen und dann Jahr für Jahr ernten.

Kleine Mengen für besonderen Geschmack

Von ganz ausgebildeten Blättern des Sauerklees bloß ein paar Stück (eine kleine Handvoll reicht) frisch abzupfen und gründlich unter fließendem Wasser reinigen. Dann die Blätter entweder frisch kauen oder unter einen grünen Salat mischen, der damit eine eigene geschmackliche Note verliehen bekommt. Der Sauerklee unterstützt eine gute Verdauung, fördert die Tätigkeit der Leber und der Gallendrüse und stärkt den ganzen Organismus auf sanfte Weise.

Sauerklee (Oxalis acetosella)

Sauerklee (Oxalis acetosella) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum