Der Heiserkeit beikommen
4. Juni 2026Liebstöckel hilft auch bei Halsschmerzen
Bei günstigen Bedingungen wächst das Grün im Garten oft ganz prächtig. Dies gilt ebenso für die Gemüsebeete und die Rabatte, auf denen den Gewürzpflanzen ein Platz eingeräumt wird. Und dann kann es schon vorkommen, dass manches davon zu blühen beginnt und in der Folge Samen ansetzt. Für gewöhnlich werden vom Liebstöckel (Levisticum officinale), von dem heute die Rede sein soll, die jungen grünen Blätter herangezogen, die für ihren charakteristischen Geschmack bekannt sind. Der sparsame Genuss des so genannten „Maggikrauts“ zeitigt durch den Gehalt an ätherischem Öl und Bitterstoffen eine positive Wirkung auf den Gesamtorganismus und speziell auf die Verdauung, die Nieren und den oberen Atemwegsbereich. Daher haben unsere Vorfahren spezielle Hausmittel kreiert, um damit im Alltag besser über die Runden zu kommen. Ein Wetterumschwung oder Zugluft kann selbst im Sommer dazu führen, dass wir uns vorübergehend erkälten. Dann beginnt als Symptom etwa der Hals zu kratzen und es stellt sich nicht selten dazu noch Heiserkeit ein. Wer nun klug ist, hebt sich vom Liebstöckel auch den Samen auf, der eben nicht auf dem Komposthaufen oder im Biomüll landen muss. Mit ihm lässt sich eine Wohltat aufbereiten, die der Stimme und dem Hals zugutekommt.
Samenkörner aufgießen
1 Esslöffel von zerstoßenem Liebstöckelsamen mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen. Danach abseihen und noch eine Prise Salz dazugeben. Mit diesem Aufguss gurgeln, solange er noch eine warme Temperatur hat. Bei entzündetem und geschwollenem Hals sowie bei Heiserkeit kann diese Anwendung mithelfen, dass die Beschwerden wiederum geringer werden. Dieser spezielle Tee sollte nur zum Gurgeln und Spülen herangezogen, jedoch nicht getrunken werden.

Liebstöckel (Levisticum officinale) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum