Mehr Frische fürs Gesicht

31. Mai 2026

Thymian belebt die Blutzirkulation                                                                                                                                 

Immer gut drauf zu sein, das ist sicher nicht möglich. Ich denke, es ist so gesehen besser, einen Morgenmuffel möglichst in Ruhe zu lassen, um sich manchen Ärger gleich in der Frühe zu ersparen. Um nun sich selbst leichter in Schwung zu bringen, darf ein beliebtes Kraut mit ins Badezimmer genommen werden. Es ist der Thymian (Thymus vulgaris), der sich wahrscheinlich ohnehin schon zu Zeiten einer winterlichen Erkältung bewährt hat. In dem duftenden Lippenblütler sind unter anderem ätherische Öle enthalten und darin wiederum die reinigende und keimwidrige Substanz Thymol. Nun zeitigt der Thymian nicht nur dann eine gute Wirkung, wenn er innerlich zur Anwendung kommt. Seine Inhaltsstoffe bewirken auch auf der Oberfläche des Körpers eine positive Veränderung. So wird etwa durch dieses duftende Heilkraut die Blutzirkulation angeregt, außerdem die Haut gestrafft und zusätzlich der Kreislauf angekurbelt. Gerade heute am Sonntag, wo wir unseren Dank für die Schöpfung hochhalten dürfen, ist es sinnvoll, die Kraft der Natur zum Tragen kommen zu lassen. Und da sollten wir uns eben die Zeit dafür nehmen, wenn uns womöglich die Müdigkeit einer anstrengenden Woche förmlich ins Gesicht geschrieben steht, um den Thymian auf die folgend beschriebene Weise auszukosten. Es zahlt sich sicher aus.

Hautwäsche mit duftendem Aufguss

Zuerst 5 Esslöffel voll frische oder getrocknete und zerkleinerte blühende Triebspitzen des Thymians mit 1 Liter kochendem Wasser überbrühen. Anschließend solange zugedeckt ziehen lassen, bis das Ganze eine lauwarme Temperatur erreicht hat. Dann abseihen und das Gesicht gründlich mit dem Thymian-Aufguss abwaschen. Nicht abtrocknen, sondern auf der Haut einziehen lassen. Damit wird die Durchblutung der Gesichtshaut angeregt und dem Antlitz ein frischeres Aussehen verliehen.

 

Thymian (Thymus vulgaris)© Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum