Weich und höchst aromatisch

30. Mai 2026

Fichtenwipferl tun der Lunge gut

Die grüne Farbe ist uns wohl allen sehr sympathisch. Gerade dann, wenn wir sie in der Natur in vielen Tönen und Intensitäten präsentiert bekommen, bleibt uns wohl nichts anderes übrig als uns daran zu erfreuen. Und jetzt, wo die Bäume so richtig anschieben, um wieder ein Stück größer und breiter zu werden, heißt es zuzugreifen, weil davon u. a. unsere Bronchien profitieren können. Im Speziellen blicke ich damit auf die Fichten (Picea abies), deren Zweigenden nun die hellgrünen Wipferl aufweisen. In den jungen Wuchsteilen des Nadelholzes befinden sich hohe Anteile an ätherischem Öl und an Harz. Dazu kommen noch verschiedene pflanzliche Säuren und Vitamine. Heute ziele ich mit meinem Tipp auf die Atemwege ab, für welche die aufbereiteten Fichtenwipferl eine naturgenerierte Stärkung parat halten. Wer diese noch weichen und biegsamen Wuchsteile des Nadelbaumes aufbereiten möchte, sollte die nötige Menge dafür entweder aus dem eigenen Garten beziehen oder sich andernfalls mit dem Besitzer der Bäume ins Einvernehmen setzen, um ja keinen schädigenden Waldfrevel zu begehen. Ich denke ohnehin, dass bei jeder Verwendung von Heilkräutern auch mit Bedacht und Sorgfalt vorgegangen wird, damit die Individuen unserer Umwelt dabei nicht zu Schaden kommen. Übrigens lassen sich Fichtenwipferl desgleichen in getrockneter Form das ganze Jahr über verwenden.

Über Nacht ansetzen

Am Abend 2 Esslöffel voll frische oder getrocknete zerkleinerte Fichtenwipferl mit 1/2 Liter kaltem Wasser übergießen. Über Nacht stehen lassen und erst am darauffolgenden Morgen kurz aufkochen. Dann noch 10 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen. Nach dem Abseihen mit Honig süßen. Am besten in eine Thermosflasche füllen und über den Vormittag verteilt schluckweise trinken. Das trägt generell zu einer Stärkung der Atemwege bei und kann somit bei einer Erkältung gute Dienste erweisen. Bei einem derartigen Infekt 1 Woche lang täglich durchführen.

Fichtenwipferl und Zapfen der Fichte (Picea abies) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum