Um Sodbrennen zu lindern
18. Mai 2026Zum Heilziest greifen
Je mehr Grün sich vor den Türen und Fenstern entwickelt und je höher die wettermäßigen Temperaturen steigen, desto mehr drängt es uns nach draußen. Im Freien können wir uns gemütlich zusammensetzen und frohe Stunden bei Speis und Trank verbringen. Danach könnte es aber sein, dass sich bei manchen ein so genanntes Sodbrennen einstellt, das nicht unbedingt erwünscht ist. Wir können diesem leidigen Umstand jedoch begegnen, indem wir uns dem Heilziest (Stachys officinalis) zuwenden. Dieser grüne Freund zählt übrigens zur Gattung der Betonien. Unter den Inhaltsstoffen des Heilziests finden sich u. a. Bitterstoffe, Cholin sowie Stachydrin. Zusätzlich bergen sich noch Gerbstoffe in dem Gewächs. Die Blätter vom Heilziest erweisen sich als charakteristisches Erkennungsmerkmal, denn sie sind lanzettförmig ausgebildet und am Außenrand leicht eingekerbt. Im herkömmlichen Gebrauch wurde früher die Pflanze herangezogen, um damit die Atemwege zu stärken oder das Abheilen von Geschwüren zu unterstützen. Interessanterweise gibt es seitens des Heilziests auch einen Effekt, der im Bereich zwischen dem Gaumen und dem Magen etwas Wohltuendes bewirkt. Genau in jener Region kann nämlich ein saures Aufstoßen auftreten. Meist sind es bestimmte Speisen oder Getränke, auf die jemand mit einem Reflux der Magensäure reagiert. Da ist es ratsam, den Heilziest als lindernde Hilfe aufzubereiten. Er lässt sich ja ohnehin auch als Gartenpflanze kultivieren, so dass er die grüne Oase rund ums Haus noch zusätzlich ziert.
Aufguss bei zu viel Magensäure
2 Teelöffel voll getrocknete und zerkleinerte Triebspitzen und Blätter vom Heilziest in einen Topf mit 1/4 Liter bereits siedendem Wasser geben und auf der Herdplatte kurz aufwallen lassen. Dann wegstellen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen. Diesen Kräutertee über den Tag verteilt in kleinen Schlucken zu sich nehmen. Auf jene Weise lässt sich Sodbrennen verringern und somit das eigene Wohlgefühl wieder steigern.

Heilziest (Stachys officinalis)© Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum