Gerbstoffe für die Schleimhäute
1. Mai 2026Odermennig pflegt den Verdauungstrakt
Für die Erhaltung unseres guten und gesunden Allgemeinzustandes gilt ein Grundsatz: Tu etwas für deinen Körper, solange du wohlauf bist. Um nun diesem Leitsatz Folge zu leisten, ist es nicht das Schlechteste, nach der Wirkkraft der Kräuter beständig Ausschau zu halten. Zur Stärkung des gesamten Verdauungstraktes und im Speziellen der dort angesiedelten Schleimhäute steht uns der Odermennig (Agrimonia eupatoria) zur Verfügung. Dieses Rosengewächs ist hierzulande ohnehin an Wald- und Wegrändern, entlang von Zäunen und Büschen sowie auf Lichtungen und Kahlschlägen vorzufinden. Meist fügt sich der Odermennig sehr unscheinbar in die Umgebung ein, obwohl seine gelben Blüten ährenförmig nach oben ragen. Um sich nun des Wertes dieser Heilpflanze besser bewusst zu werden, mögen die Substanzen genannt werden, die wir hauptsächlich in den Blättern vorfinden. Zu den Inhaltsstoffen der grünen Wuchsteile zählen Gerbstoffe, Kieselsäure, Flavonoide und Bitterstoffe. Die Erfahrung der traditionellen Verwendung des Odermennigs zeigt uns, dass er dem gesamten Verdauungsbereich zugutekommt. Dies schließt einerseits die Tätigkeit der Leber, der Gallenblase, der Bauchspeicheldrüse und des Zwölffingerdarms mit ein. Des Weiteren sind – wie bereits eingangs erwähnt – die Schleimhäute, angefangen von der Mundhöhle und der Speiseröhre bis hin zum Darm die Nutznießer des heilsamen Gewächses. Achten wir also in regelmäßigen Abständen auf deren Pflege und Unterstützung.
Ab und zu eine Tasse Tee trinken
2 Teelöffel von getrockneten und zerkleinerten Blättern des Odermennigs mit 1/4 Liter siedendem Wasser übergießen. Hernach 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Dann abseihen und schluckweise trinken. Um die Verdauung gut zu unterstützen, sollte auf das Süßen des Tees verzichtet werden. Dadurch können die Gerb- und Bitterstoffe des Odermennigs besser zum Tragen kommen, die einem guten Erhalt der Schleimhäute zuträglich sind.

Odermennig (Agrimonia eupatoria) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum