Kühlung bei Insektenstichen

29. April 2026

Dem Ahornbaum entnehmen

Dann, wenn die Sonne das Zepter fest in der Hand hat und das Thermometer wieder hohe Werte verzeichnen wird, ist es gut, um schattige Plätze zu wissen. In den Großstädten erfüllen große Bäume diese Funktion aufs Beste. Zudem trägt die Verdunstung des Wassers, die sie generieren, wesentlich zu einem erträglicheren Mikroklima bei. Die Blätter der Ahornbäume erfüllen auch einen Dienst, wenn es nötig ist, die Haut bei Anschwellungen und Insektenstichen zu kühlen. In der freien Natur finden wir vor allem den Bergahorn (Acer pseudoplatanus) und den Spitzahorn (Acer platanoides). Sie bereichern mit ihrer Präsenz die Vielfalt der heimischen Wälder. Doch richten wir diesmal unsere Aufmerksamkeit speziell auf ihre Blätter. In ihnen sind u. a. Gerbstoffe und Mineralsubstanzen eingelagert. Des Weiteren finden sich darin Flavonoide, Saponine und sogar Vitamine. Es gibt unter der Haut unseres Körpers Stellen, die sich manchmal ziemlich heiß anfühlen. Das ist etwa bei geschwollenen Füßen der Fall oder wenn ein Geschwür eine Entzündung in sich birgt. Desgleichen zeitigen die Folgen eines Insektenstiches ein derartiges Symptom. In diesen Fällen ist es möglich, die Ahornblätter in Form einer Auflage heranzuziehen. Gewiss sollten die notwendigen Exemplare dann nur von Bäumen heruntergenommen werden, die an einem sauberen und möglichst verkehrsfreien Platz stehen.

Bei Schwellungen auflegen

Zuerst einige frische und nicht zu alte Blätter des Berg- oder des Spitzahorns von den Ästen abzupfen. Diese am besten mithilfe eines Nudelholzes leicht anquetschen. Danach ca. 10 Minuten lang auf eine erhitzte Stelle der Haut legen. Eventuell mit einem Baumwolltuch befestigen. Das tut gut und gewährt Linderung bei geschlossenen Geschwüren, bei schmerzenden Füßen oder bei Insektenstichen. Bei Bedarf ein paar Mal am Tag diese Maßnahme durchführen. Jedoch aus Gründen der Hygiene nicht bei offenen Wunden anwenden!

Ahorn © Grafik von Prof. Emil Jaksch, Kräuterpfarrer-Zentrum