Bei Problemen mit Krampfadern
28. April 2026Die Weiße Taubnessel aufbereiten
Ein Spaziergang durch die Natur zahlt sich auf jeden Fall aus. Allein schon die frische Luft, die wir dabei einatmen, tut unserem ganzen Gemüt gut. Und wer dabei auch noch wachen Auges den Wegrand im Blick behält, kann so manche pflanzliche Schönheit entdecken, die zudem unserem Wohlbefinden zuträglich ist. Dies trifft sicherlich auf die Weiße Taubnessel (Lamium album) zu, die wir speziell nutzen dürfen, wenn Krampfadern Probleme bereiten. Sie besiedelt in der Regel Areale wie etwa Böschungen, Waldlichtungen oder Schuttplätze und bevorzugt dann auch noch einen nährstoffreichen und stickstoffhaltigen Boden. Die Weiße Taubnessel birgt in ihren Trieben Mineralstoffe, Flavonoide sowie Gerb- und Schleimstoffe als Inhaltssubstanzen. Der Lippenblütler wirkt sich in unserem Organismus u. a. unterstützend auf die Verdauung aus. Bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich kann man dieses Gewächs ebenfalls zur Linderung der Symptome heranziehen. Heute jedoch ist es mir ein Anliegen, speziell auf die Wirkkraft dieses Heilkrautes in Bezug auf die Begleitung von schmerzenden Krampfadern hinzuweisen. Hierbei ist ebenso zielführend, die Weiße Taubnessel auszuwählen und dementsprechend anzuwenden. In der getrockneten Form lässt sie sich gut aufbereiten. Dies kann übrigens innerlich und äußerlich zugleich umgesetzt werden.
Aufguss trinken und auflegen
2 Esslöffel vom getrockneten, blühenden und zerkleinerten Kraut der Weißen Taubnessel mit 1/2 Liter siedendem Wasser überbrühen. Nun 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Zum Schluss abseihen und in eine Thermosflasche füllen. Über den Tag verteilt trinken. Den Kräuterrückstand in einem Topf aufbehalten und mit 1/8 l heißem Wasser übergießen. Am Abend nur leicht erwärmen und ein Tuch damit tränken. Das Ganze 20 Minuten auf die Krampfadern legen. Mit einem Baumwolltuch befestigen. Beide Anwendungen können dazu beitragen, dass die Venenschmerzen erträglicher werden.

Weiße Taubnessel (Lamium album) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum