Blüten für Herz und Kreislauf

26. April 2026

Die Heckenrosen halten sie bereit                                                                                                                                

Wer sich mit der Pflanzenkunde beschäftigt, um daraus einen Nutzen für die eigene Gesundheit zu ziehen, ist gut beraten, sich umfassend über die Möglichkeiten der Verwertung des kostbaren Grüns zu erkundigen. Von vielen Gewächsen lässt sich oft mehr aufbereiten als bloß die Blätter und die Wurzeln. Schauen wir uns in diesem Zusammenhang einmal das näher an, was Feldwege und Waldränder säumt. Dort treffen wir nicht selten auf die Heckenrose (Rosa canina), die sich auf naturbelassenen Arealen sehr wohlfühlt. Heutzutage müssen wir nach wie vor danach trachten, derartige Rückzugsgebiete für viele bedrohte Tier- und Insektenarten zu erhalten. Sobald das Blätterkleid der Heckenrose seine Entfaltung abgeschlossen hat, beginnen sich die herrlichen Blüten zu öffnen. Das ist dann auch die rechte Zeit, um Blütenblätter für den Eigengebrauch zu sammeln. Seit Generationen hat man die Kronblätter der wilden Rosenblüten abgezupft und sie in den bäuerlichen Haushalten in Form eines Aufgusses bereitgestellt, um die leicht abführende Wirkung, den harntreibenden Effekt und auch die entkrampfenden Vorzüge bei entsprechendem Bedarf zu nutzen. Letzteres kann sich übrigens auch bei Kopfschmerzen bis heute bewähren. Aber vergessen wir nicht auf das Herz und den Kreislauf, die gerade im ausgehenden Frühling nicht selten einer Unterstützung bedürfen. Und so ist es nur recht und gut, dieses Anliegen ins Auge zu fassen, solange die Heckenrosen blühen.

Aufguss mit getrockneter Ware

Von den Heckenrosen in einem ersten Schritt einige Blütenblätter der geöffneten Blüten abzupfen und im Schatten trocknen. 2 Teelöffel davon mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. Hernach 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Jeweils morgens und abends eine Tasse dieses Tees schluckweise trinken. Um Herz und Kreislauf zu stärken, ist es angesagt, den Aufguss noch zusätzlich mit etwas Honig zu süßen. Der Tee kann aber genauso gut ungesüßt konsumiert werden.

 

Heckenrose (Rosa canina) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum