Bei nervösem Magen
21. April 2026Sich an die Kamille erinnern
Wenn an dieser Stelle Tag für Tag die Heilkräuter meinerseits bedacht werden, dann werden hier unterschiedlichste Pflanzen ins Blickfeld gerückt, die sich allein schon dadurch unterscheiden, wie sehr sie bekannt sind oder auch nicht. Um nun die nervliche Konstitution zu bedienen, die sich oft auch auf physischen Vorgängen bzw. Organen widerspiegelt, möchte ich den Blick auf die Kamille (Matricaria chamomilla) hinlenken. Ihr Name ist wohl in aller Munde, wenn es um das Thema der pflanzlichen Unterstützung für unsere Gesundheit geht. Dieses prominente Heilgewächs leistet nämlich in vielen Fällen etwas zugunsten des menschlichen Wohlbefindens. Wir neigen gerne dazu, uns selbst zu überschätzen, was die Fülle an geistigen Herausforderungen und deren Bewältigung anbelangt. Der daraus resultierende so genannte Stress wird leider bei vielen von uns zu einer Geißel, die über kurz oder lang auch in unserem Körper ihre Spuren hinterlässt. Meist ist es die Verdauung, die als Indikator dieses Missverhältnisses Irregularitäten aufweist. Weiters können seelische Veränderungen wie Enttäuschungen, Geringschätzung seitens anderer oder immer häufiger vollzogenes Mobbing in Arbeit und Schule ebenfalls diese Folgen zeitigen. Um sich in einer derart beschriebenen Lage wiederum austarieren und einpendeln zu können, ist es meist sinnvoll, auf die Hilfe der Natur zu vertrauen. Sie nimmt in der Kamille eine konkrete Form an, die auf vernünftige Weise in Anspruch genommen werden kann.
Aufguss vor den Mahlzeiten
2 Teelöffel voll getrocknete Kamillenblüten mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. Hernach 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Dann abseihen und ein wenig auskühlen lassen. Jeweils in der Früh und am Abend ca. 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten 1 Tasse voll konsumieren. So gelangen die Wirkstoffe der Kamille über den zu beruhigenden Magen in den Darm. Auf diese Weise wird auch das vegetative Nervensystem gestärkt. 1 bis 2 Wochen durchführen.

Kamille (Matricaria chamomilla) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum