Gesundheit von der Wiese
22. April 2026Der Gute Heinrich in der Frühlingsküche
Vergangene Woche war ich in Südtirol zu Gast. Hinter dem Gampenpass gibt es eine liebenswerte Region mit Namen Deutschnonsberg (ital.: Alta Val di Non), deren Gastronomen sich seit Jahrzehnten als äußerst kräuteraffin erweisen. Bei einer Wanderung durch die Natur traf ich auch auf den Guten Heinrich (Blitum bonus-henricus). Bei der Bezeichnung dieses Fuchsschwanzgewächses möchte man meinen, es handle sich um einen verlässlichen Mitarbeiter in einem Betrieb oder einen liebenswerten Menschen aus vergangenen Zeiten. In Wirklichkeit aber ist es eine Pflanze, die auch heute noch dem Erhalt unserer Gesundheit dienen kann. Da der Gute Heinrich ebenso als Wilder Spinat bekannt war und ist, weiß man spätestens jetzt, dass es sich hier um ein wildwachsendes Gemüse dreht. In der Tat sind vor allem die jungen und frischen Blätter von Interesse, die in der Küche eben wie Spinat verarbeitet werden können. Sie enthalten viele Mineralstoffe, sind reich an Vitamin C und weisen überdies Oxalsäure und Saponine auf. Übrigens eignet sich der Gute Heinrich sehr gut für all jene, die im privaten Garten in Bezug auf den Anbau, das Pflegen und die Ernte von Kräutern bzw. Grünpflanzen zu den so genannten Anfängern zählen. Denn bei diesem robusten und gar nicht heiklen botanischen Geschöpf kann man kaum etwas falsch machen. Es keimt und wächst fast ohne pflegendes Zutun. Eine gesunde Ernährung sollte uns auf jeden Fall ein Anliegen sein.
Frühlingskräuter-Gerichte
Die jungen und frischen Blätter des Guten Heinrichs abzupfen und unter kaltem Fließwasser reinigen. Sie dienen als hervorragende Ergänzung zu Salaten, Kräutersuppen oder Gemüsemischungen. Natürlich lässt sich auch ein Spinat der herkömmlichen Art daraus zubereiten. Zudem kann man einen Gemüsestrudel, Rouladen oder Tortellini mit dem zerkleinerten Guten Heinrich füllen. Der Konsum dieses kostbaren Wildgemüses hilft mit, die Verdauung anzuregen und die Erneuerung des Blutes zu unterstützen. Damit wird ein gewünschter Erhalt unserer Gesundheit untermauert.

Guter Heinrich (Blitum bonus-henricus) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum