Frühlingssuppe aus frischem Grün
19. April 2026Mit der Vogelmiere zubereiten
Um einen gesunden Lebensstil zu pflegen, gehört es meiner Meinung nach dazu, sich auch bei der Ernährung nach den Jahreszeiten auszurichten. Dabei steht uns seitens der Natur ein wechselndes Angebot zur Verfügung. In diesem Sinne ist es nun angesagt, sich dem frischen Grün zuzuwenden, das uns in immer reicherem Maße gleichsam entgegenwächst. Deswegen möchte ich heute unsere Aufmerksamkeit auf die Vogelmiere (Stellaria media) hinlenken. Sie ist eine äußerst bescheidene Pflanze, die sich mit ihren Trieben offenkundig demütig an der Erdoberfläche ausbreitet und selbst mit sehr kargem Untergrund ihr Auslangen findet. Zu den Inhaltsstoffen der Vogelmiere zählen nicht nur Vitamine, Cumarine und Schleimstoffe, sondern sie besitzt auch ein hohes Maß an Mineralstoffen, die letztlich für einen vitalen und gesunden Organismus unerlässlich sind. Pflanzen stellen nun einmal Spezialisten dar, die Sonnenenergie und die ihnen zugrunde liegende Erde im Laufe ihres Wuchses so aufzubereiten imstande sind, dass auch Mensch und Tier daraus einen Nutzen schöpfen können. Um sich unter diesem Aspekt jetzt der Vogelmiere zu bedienen, kann die Küche der passende Ort ihrer Aufbereitung sein. Dort ist es möglich, eine schmackhafte Suppe zu kochen und in weiterer Folge sich diese auch zu Gemüte zu führen, der Gesundheit zuliebe. So kommt außerdem ein wenig Abwechslung auf den Speiseplan.
Zubereitung für den Esstisch
Die frischen Triebe der Vogelmiere zuallererst unter fließendem Wasser reinigen. Dann mit einem Mixstab oder in einem Mixglas zu einem Brei zerkleinern. Mit Butter und Mehl eine helle Einbrenn zubereiten und diese mit dem Pflanzenbrei vermischen. Danach mit Suppenwasser aufgießen. Alles zusammen ca. 10 Minuten lang sanft köcheln lassen. Dabei öfters umrühren. Im Teller eventuell noch etwas Dill und geröstete Brotwürfel als Einlage dazugeben. Vogelmiere liefert dem Organismus viele Mineralstoffe und regt auch den Stoffwechsel an.

Vogelmiere (Stellaria media) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum