Zum Kauen geeignet
15. April 2026Tannenharz für Atemwege und Verdauung
Wer an das letzte Weihnachtsfest zurückdenkt, wird sich noch daran erinnern, wie das war, als der Baum für das Christfest gekauft bzw. besorgt wurde. Schließlich sollte alles stimmig und würdevoll gefeiert werden. In der Tat sorgt das Grün der Nadelhölzer für eine ganz eigene Atmosphäre in öffentlichen und privaten Räumen. Heute möchte ich auf den Nutzen blicken, den uns die Tanne (Abies alba) für unsere Gesundheit liefert. Ihr Wert für die Forstwirtschaft ist ja unumstritten. So trotzen die Tannen z. B. oft einer anhaltenden Trockenheit. Der Grund dafür liegt sicher in ihren Herzwurzeln, die in tiefere Bodenschichten vordringen und somit leichter an lebenswichtiges Wasser heranreichen. Heute soll es aber nicht ums Holz gehen. Die Tanne birgt in ihrem Stamm und den Ästen nämlich auch ein wertvolles Harz, das reich an ätherischen Substanzen ist. Diese kommen nun den Atemwegen und der Verdauung zugute. Leider laborieren noch manche von uns an einer festsitzenden Erkältung, die anscheinend ein Heimatrecht in den Bronchien gebucht zu haben scheint. Da kann es gut anstehen, sich mit dem Tannenharz zu helfen. Im Verdauungstrakt erweist sich dieses Geschenk des Waldes ebenso als förderlich für die Schleimhäute in Magen und Darm. Der Fachhandel bietet Tannenharz in einer Form an, die es leicht möglich macht, den folgenden Tipp umzusetzen.
In kleinen Stücken anwenden
Von durchgetrocknetem Tannenharz werden kleine Stücke benötigt. Von diesen etwa weizenkorngroßen Exemplaren 5- bis 6-mal am Tag je ein Stück des Harzes in den Mund nehmen und eine Zeitlang gut durchkauen. Anschließend einfach runterschlucken. Dies kann einige Tage hintereinander gepflogen werden. Es kann das Abhusten eines festsitzenden Schleimes in der Lunge unterstützen. Zudem hilft Tannenharz mit, die Schleimhäute im Verdauungstrakt zu stärken.

Tanne (Abies alba) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum