Für viele Anliegen verwendbar
2. Januar 2025Mit Heilziest auch Rheuma begleiten
Wer sich für das neue Jahr vorgenommen hat, sich wieder mehr und konsequenter im Freien zu bewegen, den kann ich darin nur bestärken. Immerhin trägt die frische Luft nicht unwesentlich dazu bei, unser Immunsystem positiv zu stimulieren. In der freien Natur begegnen wir dann ebenso verschiedensten Gewächsen, wenn diese nach dem nunmehrigen Winter durch Wärme und Niederschlag erneut die Möglichkeit erhalten, sich voll zu entfalten und ihre Kräfte bereitzustellen. Das gilt übrigens auch für den Heilziest (Stachys officinalis). Dieses bei vielen nur wenig bekannte Heilkraut gehört zur botanischen Gattung der Betonien. Die Form seiner Blätter ist ein charakteristisches Erkennungsmerkmal, denn sie sind schmal-eiförmig bis oval ausgebildet und am Außenrand leicht eingekerbt. Zu den Inhaltsstoffen des Heilziests zählen u. a. Bitterstoffe, Cholin, Stachydrin sowie auch Gerbstoffe. Im herkömmlichen Gebrauch wurde das Gewächs in zurückliegenden Jahrhunderten herangezogen, um damit u. a. die Atemwege zu stärken oder das Abheilen von Geschwüren gut voranzubringen. Heute möchte ich eine weitere spezielle Erfahrung aufgreifen, die mein Vorgänger Hermann-Josef Weidinger als Ratschlag parat hatte: die Begleitung von Gicht- und Rheumabeschwerden. Wenn diese Leiden sicher in erster Linie die ärztliche Kunst in Anspruch nehmen sollten, so ist es aber dennoch sinnvoll, sie mit einer pflanzlichen Maßnahme zu ergänzen. Eine Tasse Tee kann dann in der Regel nicht schaden.
Tee bei Beschwerden
Zwei- bis dreijährige Birkenästchen aus eigenem Bestand am besten jetzt zur Zeit der Baumruhe abschneiden und die Rinde streifenweise abschälen. Danach trocknen lassen. 100 g davon zerkleinern und in 1 Liter qualitätsvollem Rotwein 8 Tage lang in einem verschlossenen Glasgefäß ansetzen. Abschließend abseihen und 50 g Honig einrühren. Das ergibt ein spezielles Elixier, das schluckweise (nicht mehr als ein Schnapsgläschen voll) vor dem Essen konsumiert werden kann. Dieser Birkenrindenwein hilft mit, besser zur Ruhe zu kommen. Gleichzeitig steigert er den Appetit, was uns nach einer überstandenen Grippe etwa gut anstehen kann. www.kraeuterpfarrer.at
