Abschied vom Sommer 

3. September 2023

Mit Labkraut in den Herbst hinein

Sich vom Sommer zu verabschieden fällt den meisten von uns wohl nicht leicht.Immerhin verbinden wir damit ein unbeschwertes Leben und eine schöne Zeit unter freiem Himmel. Für den Rest des heurigen Jahres können wir uns jedoch ein paar Erinnerungen mitnehmen. Ich meine, dass sich dafür getrocknete Kräuter besonders gut eignen. Unter einer Auswahl verschiedenster hilfreicher Pflanzen soll heute dem Echten Labkraut (Galium verum), das auch Gelbes Labkraut genannt wird, unsere Aufmerksamkeit gewidmet sein. Seine Blütenrispen duften übrigens honigartig. Dieses heilsame Gewächs ist vielerorts oft in Vergessenheit geraten, so dass es sicher nicht schlecht ist, es wieder einmal zu beschreiben. Zu den Wirkstoffen des Rötegewächses zählen u. a. Kieselsäure, Gerbstoffe, Glykoside und Flavonoide. Das darin ebenso enthaltene Cumarin kommt vor allem beim Trocknungsprozess der blühenden Triebe des Labkrautes zur Geltung. Nun ist es angesagt, über die Verwendung dieser natürlichen Gabe nachzudenken. Auch im Herbst sollte man darauf achten, dem Magen eine Unterstützung zukommen zu lassen und der vielfach beanspruchten Haut ebenfalls. Wer das Labkraut zur Verfügung hat, der sollte es also konkret nutzen. Schon eine Tasse Tee trägt z. B. etwas dazu bei, um den ganzen Körper von innen heraus zu stärken. Immerhin profitiert vor allem unser Lymphsystem von dessen Verwendung.

 

Labkraut-Tee

2 Teelöffel getrocknetes und zerkleinertes blühendes Labkraut mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Nach dem Abseihen am besten ungesüßt schluckweise trinken. Vor den Mahlzeiten des Tages je 1 Tasse zu sich nehmen, um so die Verdauung zu stärken, das Lymphsystem zu unterstützen und die Haut von innen heraus zu pflegen. www.kraeuterpfarrer.at

Labkraut © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya