Was nach dem Pflücken übrig bleibt

16. April 2014

Die Himmelschlüssel treiben aus der Wurzel

Es gibt verschiedene Mitbringsel, die man von einem Spaziergang als kleine Aufmerksamkeit nach Hause tragen kann. Vielleicht sticht einem ja das eine oder andere Schnäppchen, das man vor einem Geschäft oder im Schaufenster erspäht hat, ins Auge. Wenn schon nicht anderen, so will man sich selbst eventuell einmal etwas gönnen. Zahlreich stehen zurzeit die Himmelschlüssel in klimatisch raueren Gegenden noch am Wegrand. Im Handumdrehen ist da ein wohlduftender kleiner Strauß beisammen, der gar schön anzusehen ist und als liebevoller Gruß sicher geschätzt wird. Mit ein bisschen Phantasie kann man auch noch andere wilde Blumen hinzufügen, sofern diese nicht unter Naturschutz stehen. Für eine rücksichtsvolle Nutzung des Angebots an Kräutern und Blumen in der freien Natur gilt ohnehin der Grundsatz: bevor ich auf meinen eigenen Profit schaue, muss ich danach trachten, das begehrte Gewächs zu bewahren. Andernfalls könnte es sein, dass ein unbedachtes Agieren existenzbedrohende Folgen für so manche schützenswerte Pflanzenart nach sich ziehen würde. Die eben benannte Vorsicht gilt vor allem dann, wenn man vorhat, den Gewächsen an die Wurzel zu gehen. Immerhin stellen die unterirdischen Pflanzenteile ein Refugium dar, aus dem sich das Gewächs wiederum regenerieren kann. In der Naturheilkunde sind die Wurzeln bei vielen Kräutern begehrt und geschätzt. Daher kann man die Schatzkammer der natürlichen Gaben jeweils um einiges aufstocken, wenn man weiß, wie man die Wurzeln auch dementsprechend einsetzen kann. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man generell dafür sorgen, dass sich Wildkräuter im eigenen Garten ansiedeln, die dann sehr wohl für den persönlichen Gebrauch verwendet werden können. Das gilt auch für die Schlüsselblumen.

Blasensteintreibender Nierentee:

Aus dem eigenen Garten gegrabene Wurzeln der Duftenden oder der Hohen Schlüsselblume reinigen und zerkleinern. 2 Esslöffel davon mit 1/2 l kaltem Wasser zustellen und kurz aufkochen lassen. Abseihen und mit etwas Honig vermengen. Gleich am Morgen getrunken, spült das die Nieren so richtig durch. Schlüsselblume ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya