Insektenstiche behandeln

Und sich in der Natur umschauen

Gerade kommen wir von einer Kräuterwanderung nach Hause. Wir, das sind die Teilnehmer des ersten Sommerseminars in Karlstein, das sich mit den praktischen und geistigen Dimensionen der Heilpflanzen auseinandersetzt. Der Umstand, dass sich eben ein Gewitter im Westen zusammengebraut hat, zwingt uns, die Route zu verkürzen und früher heimzugehen. Die schwüle Luft hat auch weitere unangemeldete Gäste auf den Plan treten lassen. Nahe dem Thayafluss haben die Bremsen ihr Revier und so ist es mehr als einsichtig, dass sie die menschliche Nähe ausnützen wollen, um von den freien Hautflächen ein wenig Blut abzuzapfen. Der Spätsommer ist auch die Zeit der Wespen, Hornissen und Bienen, die sich im Fall einer Bedrohung durch einen Stich wehren wollen. Und es sind die Bremsen, Mücken und Zecken, die durch die Haut an die nächstgelegene Ader gelangen möchten. Egal, ob Biss oder Stich: beides hat schmerzhafte und juckende Folgen. Vor einem sommerlichen Spaziergang kann man also vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Der Saft einer Petersilie z. B. kann als Abwehr gegen Mücken und Zecken eingesetzt werden, wenn man damit die Haut einreibt. Quendeltee oder ein Lavendel-Ölauszug stehen ebenfalls zur Verfügung, um damit unsere äußerste Schicht vor Insekten zu schützen.

Hilfsmaßnahmen bei Insektenstichen:

Eine Zwiebelscheibe auf die Einstichstelle auflegen, vermindert durch die keimtötende Wirkung Schwellung und Schmerz. Weiters kann man den Stich mit Arnikatinktur betupfen und mit einer Ringelblumensalbe einreiben. Und zu guter Letzt: Blätter von Salbei, Lavendel, Wermut oder Spitzwegerich zerrebeln und auflegen, tut ebenfalls gut.

Zwiebel und Thymian

Mehr Infos zum Verein Freunde der Heilkräuter, Rezepten und Produkten finden Sie auf www.kraeuterpfarrer.at.