Kraut und Rüben

Vielen Lesern ein Anliegen

Tohuwabohu ist ein Begriff, den wir normalerweise für ein ziemliches Durcheinander verwenden. Dieses Wort stammt aus dem Hebräischen und kommt schon im ersten Satz des Buches Genesis vor. Wörtlich übersetzt heißt es: wüst und leer. Für etwas Unordentliches gibt es aber noch andere Umschreibungen, wie etwa die Kombination von „Kraut und Rüben“. In früheren Jahrhunderten war es Brauch, Kohlrüben und Kohlkraut miteinander auf einem Beet wachsen zu lassen und eben nicht in Monokultur von anderem Gemüse getrennt auf je eigenen Flächen. Heute möchte ich aber nicht für die Unordnung eine Lanze brechen, sondern vielmehr auf den Wert von beidem, nämlich von Weißkohl und Roten Rüben, hinweisen. Jetzt im Winter ist es ratsam, auf das Sauerkraut, also auf das geraspelte und eingestampfte Weißkraut zurückzugreifen. Bei uns zu Hause stand zu dieser Zeit immer ein eigenes Fass dafür im Keller und ich schätzte schon als Kind den Saft des rohen Sauerkrautes. Frisch abgepackt bekommt man es aber auch im Handel und so kann sich jeder leicht eine Vorspeise anrichten, indem man eine Hand voll Sauerkraut mit frisch geriebenen Karotten vermischt und ein wenig gerissenen Kren hinzugibt. Etwas Kürbiskernöl und Zitronensaft dazu und fertig ist die köstliche Vorspeise. Der Genuss derselben verleiht uns ein körperliches Wohlbefinden und festigt zudem die Denkkraft.

Rote Rüben als Dauerbrenner:

Im Zuge unserer Verdauung wird manches Wertvolle dem Körper zugeführt und mittels des Stoffwechsels über das Blut an die Stellen des Leibes transportiert, die jeweilige Stärkung brauchen. Der Genuss von Roten Rüben belastet im Zuge dieses Prozesses nicht noch zusätzlich den Organismus, sondern bringt auf milde und basische Weise Vitamine, Ballaststoffe und Mineralsubstanzen ein. Das Immunsystem dankt es uns auf jeden Fall, wenn sich der Gaumen beim Verzehren eines Salates aus Rüben rot färbt.

Kraut oder Weisskohl

Mehr Tipps und gute Ratschläge finden sie unter www.kraeuterpfarrer.at.

Heilige und die Schöpfung

Die Pferde beschützt der hl. Leonhard

Wenn ich mit dem Auto nach Wien fahre, wähle ich meist die Strecke, die über Hollabrunn von Geras aus in unsere Bundeshauptstadt führt. Dabei habe ich einige topographische Anhaltspunkte, die unübersehbar in der Landschaft stehen. Einer davon ist die Pfarrkirche von Wartberg unweit des berühmten Weinortes Röschitz und der mittelalterlichen Steinmetzmetropole Eggenburg. Dieses Gotteshaus liegt am westlichen Rand des Weinviertels auf einem sanften langgestreckten Hügel. Rundherum breiten sich Weinberge und Felder aus, so dass der spätgotische Bau schon von weitem ins Blickfeld rückt und das Sichtfeld dominiert. Dieses Gotteshaus steht bewusst auf einer Anhöhe, um seit Jahrhunderten daran zu erinnern, dass Gott der Urgrund alles Geschaffenen ist. Der Patron der Wartberger Kirche ist der hl. Leonhard. Er wird vor allem in den Anliegen der Landwirtschaft angerufen, besonders in allen Fragen rund um das Pferd. Nun, das beliebte Huftier spielt schon lange keine Rolle mehr, wenn es darum geht, die Frucht nach Hause zu bringen oder das Erdreich umzuackern. Das erledigen heute anscheinend viel effizienter tonnenschwere Traktoren, die von Mal zu Mal den Boden immer mehr verdichten. Mit dem hl. Leonhard blicken wir aber weiterhin auf ein Tier, das uns die Sensibilität im Umgang mit dem gottgegebenen Leben wieder besser zu Bewusstsein kommen lässt. Bitten wir heute um den Segen für die Tiere, die ebenfalls von Gott uns zur Seite gestellt werden.

Rote Rüben helfen auch den Pferden:

Jetzt im Spätherbst haben die Roten Rüben Hochsaison. Fachgerecht im Keller gelagert, bieten sie derzeit viele wertvolle Wirkstoffe an, die mithelfen, die Qualität des Blutes unserer Huftiere zu stärken und so schädigenden Krankheiten vorzubeugen. Bis Neujahr sollte auf jeden Fall das Füttern der Vitaminspender fortgesetzt werden, da später die Roten Rüben ihren Gehalt immer mehr einbüßen.

Rote Rüben