Schneeglöckchen und Katechismus

Gedanken zum Jahr des Glaubens

Vor kurzem nahm ich mir aus meinem Bücherregal ein dickes Buch heraus, um mich auf eine Radiosendung vorzubereiten. Es war der „Katechismus der Katholischen Kirche“. Dieses für katholische Christen bedeutende Werk zur Vertiefung des Glaubenswissens wurde vor fast genau 20 Jahren vom seligen Papst Johannes Paul II. allen Gläubigen überreicht. Wer jetzt meint, dieser dicke Wälzer hat nichts mit Kräutern zu tun, der irrt meiner Meinung nach. Denn als ich mein Buch ein wenig intensiver durchblätterte, fielen aus den Seiten zwei getrocknete Schneeglöckchen heraus, die ich im vergangenen Frühjahr als Lesezeichen eingelegt habe. Ich möchte mit meinen Lesern diese private Begebenheit durchaus teilen, um die Erinnerung, die mir meine zwei Schneeglöckchen geschenkt haben, einfach weiterzugeben. Denn wer den Glauben an den Schöpfer mit dem täglichen Leben vereint, bei dem kommt so manches zum Erblühen. Wie vieles ist durch unsere hochnäsig zelebrierte Ratio doch schon missachtet worden? In meinem Katechismus entdecke ich durchaus Lehrsätze, die unsere Würde als Menschen auf eine schöne Weise neu aufleuchten lassen. Wenn wir uns mit der Schöpfung befassen, dann entdecken wir auch neu unsere Rolle darin. Ja, ich danke dem Herrgott, dass ich leben und ein wichtiger Teil seines Bildes hier auf Erden sein darf!

Nach dem Bilde Gottes:

Im Katechismus der Katholischen Kirche findet sich folgendes Zitat der hl. Katharina von Siena: „Was war der Grund, weshalb du den Menschen zu einer so großen Würde erhoben hast? Die unschätzbare Liebe, mit der du dein Geschöpf in dir selbst angeblickt und dich in es verliebt hast, denn du hast es aus Liebe erschaffen, aus Liebe hast du ihm eine Natur gegeben, die an dir, dem ewigen Gut, Freude zu empfinden vermag.“ (KKK. S. 122)

Schneeglöckchen