Unter Bäumen aufatmen

Heute hat die Kiefer das Sagen

Alles Gute zum Geburtstag! Das gilt natürlich allen, die an einem 31. August das Licht der Welt erblicken durften. Doch dankbar dürfen darüber hinaus alle anderen sein, die diesen Tag heute erleben können. Gewiss möchte ich damit nicht übersehen, dass es für so und so viele durchaus etliche Ungewissheiten gibt, die einige Falten auf der Stirn hervorrufen. Das trifft vor allem für jene zu, die als Flüchtlinge und Heimatlose unterwegs und auf das Wohlwollen anderer angewiesen sind. Gerade an diesen wird aber oft sichtbar, dass eine starke Hoffnung überleben lässt. Der so genannte Geburtstagsbaum des heutigen Tages ist die Kiefer (Pinus), auch Föhre genannt. Diese Nadelbäume können in ihren einzelnen Arten ein sehr hohes Alter erreichen. An den heimischen Rotföhren können wir z. B. recht gut ablesen, wie anpassungsfähig, zäh und ausdauernd jene hölzernen Pflanzenkumpanen sind. Auf jeden Fall schaffen sie in ihrer Umgebung eine angenehme Atmosphäre, die in erster Linie der Lunge gut tut. Nicht umsonst hat man bereits im 12. Jahrhundert der Kiefer bei Husten und bei Leiden im Nieren- und Blasenbereich einiges an Wirkkraft zugetraut. In jeder Lebenssituation dürfen wir die Nähe von Bäumen aufsuchen, da uns allein schon der Aufenthalt darunter wohl tut. Wenn wir morgen ganz besonders für die Schöpfung beten, wie es uns Papst Franziskus am 10. August ans Herz gelegt hat, so dürfen wir gerade in den Bäumen kompetente Partner des Menschen entdecken, die sowohl für den Leib als auch für die Seele im wahrsten Sinne des Wortes etwas übrig haben. Damit also nicht nur die einzelne Person heil wird, sondern sich möglichst viele zu einer Gemeinschaft zusammenschließen, die sich bewusst ist, im Ausbeuten und reinen Verzwecken der Natur samt ihrer Ressourcen keine Zukunft zu sehen, besteht eine Möglichkeit des Umdenkens darin, unter einer Föhre fest durchzuatmen, um zu besseren Auswegen zu finden, die Rücksicht auf den Menschen und die gesamte Schöpfung nehmen.

Kiefern-Geborene sind lichtvoll:

Zwischen 24. August und 2. September stehen die Geburtstage im Zeichen der Kiefer. Unter uns Menschen sind Kiefern-Typen jene, die es vermögen, ein Licht der Vernunft anzuzünden. Sie greifen auch gerne auf uralte Erfahrungsschätze zurück. Daher kann man ruhig sagen, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes ein Voraus- und ein Nachdenken besitzen, das ihren Nächsten zugute kommt. Das benötigt auch die Schöpfung, um wieder aufatmen zu können.
Herzliche Einladung zum Schöpfungsgottesdienst mit dem Kräuterpfarrer in Harth bei Geras! (Dienstag, 1. September, 19.30 Uhr Hl. Messe in der Pfarrkirche St. Rochus).


Alte Föhre bei Weitersfeld ⓒ Foto: Thomas Laimgruber


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