Kontakte suchen und pflegen

Ein Händedruck ist etwas wert

Heute vor einer Woche durfte ich noch kurz in Salzburg weilen. Die Benediktion des neuen Erzabtes vom Stift St. Peter fand am Sonntag davor statt und es war ein prächtiges Fest. Der nunmehrige Klostervorsteher des ältesten Stiftes Österreichs hatte im wahrsten Sinne beide Hände voll zu tun, um Unzählige zu grüßen und deren Segenswünsche entgegenzunehmen. Wie viele Hände da wirklich geschüttelt wurden, wird in keiner Chronik vermerkt werden. Das ist auch nicht notwendig. Ich möchte aber diesen Anlass gerne nutzen, um wieder einmal genauer die Weise zu betrachten, wie wir miteinander kommunizieren. Ein direkter Gruß, ein respektvolles Wahrnehmen, ein Augenkontakt und ein Händeschütteln sind wahrlich nicht mehr selbstverständlich in unserer Zeit. Aber der Herrgott hat uns doch gerade des Gesicht und die Hände dafür gegeben, dass wir aus uns herausgehen und die Gemeinschaft mit unseren Mitmenschen suchen. Die Hände sind nicht nur zum Arbeiten da, sondern auch zum Gruß und zur Zärtlichkeit. Aus dieser Feststellung darf durchaus folgen, dass wir die Hände über das Waschen hinaus pflegen und im obigen Sinne einsatzbereit halten. Die Haut auf unseren Tast- und Greiforganen ist gleichzeitig mit ihren übrigen Flächen so etwas wie ein Filter und ein Tor für die Gesundheit unseres Organismus. Die Wirkstoffe der Heilpflanzen finden gerade auch über sie den Eingang in die heilenden Kreisläufe des Körpers. Wir dürfen uns ruhig ab und zu unseren Händen gegenüber dankbar zeigen und erweisen.

Ringelblumen-Tee für die Hände:

2 Esslöffel voll Ringelblumen-Blüten mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und solange ziehen lassen, bis das Wasser Körpertemperatur erreicht hat. Anschließend abseihen und 1 Esslöffel Honig hineinmischen, um die Hände darin zu baden. Das pflegt nicht nur die Haut, sondern stärkt gleichzeitig das Wohlbefinden.

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