Den Rauch aufsteigen lassen

Das Ohr befrieden

Rauch muss nicht immer etwas Schlechtes bedeuten. Sehr wohl weiß ich um das besorgniserregende Signal, das eine in der Ferne aufsteigende Rauchsäule aussendet. Als aktiver Feuerwehrmann mach ich mir bei jeder derartigen Wahrnehmung so meine Gedanken. In meinen liturgischen Diensten wiederum darf ich des Öfteren den Weihrauch zum Einsatz kommen lassen. Ich tue das sehr gern, denn es ist für mich eines der schönsten Symbole, wenn im hohen Raum die herrlich duftenden Schwaden aufsteigen und das zu Gott aufsteigende Gebet symbolisieren. Ganz überdrüber schön ist es, wenn sich dabei die einfallenden Strahlen des Sonnenlichts abzeichnen. Da ich überdies noch zu der Generation gehöre, die mit Karl May etwas anfangen kann und weiß, was Indianer sind, höre ich mehr oder weniger gern die Aufforderung, mit jemandem die Friedenspfeife zu rauchen. Es gehört zu den alten naturheilkundlichen Erfahrungen, dass die Inhaltsstoffe einer heilenden Pflanze auf verschiedene Art aus den einzelnen Gewächsteilen gefiltert bzw. gewonnen werden können. Es ist möglich, mit Hilfe des Wassers an die notwendigen Substanzen heranzukommen, egal ob dieses kalt oder kochend heiß ist. Man kann den Alkohol oder ein pflanzliches Öl mit dem jeweiligen Kraut vermischen, um in der Folge über die Haut ein Leiden zu behandeln. In manchen Fällen kann man aber auch den Rauch zu Hilfe nehmen, damit die Wirkstoffe Richtung Organismus transportiert werden. Als Seelsorger möchte ich aber hier mit einem Schmunzeln auf den Lippen hinzufügen, dass einzig und allein der Weihrauch dafür geeignet ist, um böse Geister aus dem Haus zu bitten und die Räume zu heiligen.

Ohrensausen und Ohrenschmerzen:

Hat man zu Hause einen beheizten Holzofen oder eine gebrauchte eingeschaltete E-Herdplatte, kann man darauf pulverisiertes getrocknetes Ysopkraut streuen und unter Zuhilfenahme eines Trichters den aufsteigenden Rauch in die Ohren leiten. So kann eine Linderung der angeführten Beschwerden herbeigeführt werden.

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