Ein Spaziergang regt an

Woran mich ein Salzleckstein erinnert

Um meinen Traktor, einen sogenannten 18er-Steyrer, einzuwintern, fuhr ich noch rechtzeitig vor dem ersten Schnee von Geras ins 5 km entfernte Harth. Neben dem Pfarrhof darf er nun die kalten Monate in einer eigenen Garage ausharren, um mir dann ab dem nächsten Frühling wieder einen Ausgleich zu den vielen Verpflichtungen zu schaffen. Ich finde übrigens, dass das langsame Fahren und das Tuckern des landwirtschaftlichen Veteranen einen durchaus meditativen Charakter haben. In Ermangelung eines Chauffeurs ging ich den gefahrenen Weg zu Fuß zurück. Am Waldrand entdeckte ich unter anderem einen Leckstein aus Mineralsalz, den die Jäger für die Rehe an einem Stock befestigt hatten. So ein Salzkristall ist ja ein wahrer Wildmagnet. Als Kind hatte ich manchmal aus Neugier an den Steinen geleckt, die zu Hause von meinem Vater, einem Waidmann, gelagert waren. Ja, unser Körper braucht ebenfalls wie der eines Rehs die Mineralsalze für den Stoffwechsel. Säuren und Basen suchen in unseren Zellen immer erneut einen Ausgleich und helfen unter anderem mit, den Blutdruck zu regulieren. Es ist also recht und gut, auf eine den Menschen entsprechende Art dem Körper Mineralsalze zuzuführen und damit gleichzeitig den Organismus mit den Elementen wie Kalium, Natrium, Kupfer, Eisen, Jod, Phosphor und Magnesium zu beliefern.

Frischkost und Kräuter:

Frisch genossenes Obst und Gemüse schenken dem Körper die notwendigen Mineralstoffe. Zudem können auch Heilkräuter den „Zustelldienst“ von Salzen und Metallen übernehmen. Die Brennnessel ist eine davon. Erdbeerfrüchte und -blätter, Hirtentäschel und Zinnkraut sowie die bekannte Kamille eignen sich ebenfalls, um daraus einen Tee zu kochen und auf dieser Schiene den Kreislauf mit den notwendigen Materialien zu beschicken.

Herbstgemüse

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