Lässt sich aus Pflanzen Gold machen?

Einst diente der Frauenmantel als Hilfe dafür

Den Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) kennt man unter anderem auch unter dem Namen Alchimistenkraut. Allein seine wissenschaftliche Bezeichnung weist uns darauf hin. Der Grund dafür ist im Mittelalter zu suchen, wo diese Heilpflanze, die zur großen Familie der Rosengewächse gerechnet wird, zu manch geheimnisvollem Gebrauch herangezogen wurde. So wurden die signifikanten Tautropfen, die sich auf der Oberfläche eines Frauenmantelblattes bilden, gesammelt in der Meinung, damit reines Gold gewinnen zu können. Sie nannten diese Flüssigkeit daher auch Himmlisches Wasser. Wenn der Gartenliebhaber die vielen Zuchtformen des Frauenmantels vor allem für das Auge an die Wegränder des Gartens setzt, so kommt das Alchimistenkraut aber auch in der freien Natur vor. Vor allem in bergigen Regionen schlägt es gerne seine Wurzeln auf Wiesen, Weiden und in der Nähe von Quellen und Bächen. Die Blütezeit des Frauenmantels erstreckt sich von Mai bis in den September. In dieser Zeit werden auch das ganze Kraut und die bodenständigen Blätter gesammelt und getrocknet. Der Geschmack des Frauenmantels ist eher bitter und zusammenziehend. Das Kraut des Frauenmantels eignet sich gut als Bestandteil eines Tees gemeinsam mit Brennnessel und Ehrenpreis zur Stärkung des Magen- und Darmbereiches.

Unterstützung bei Wundheilung:

Bereitet man aus getrocknetem Frauenmantelkraut einen Aufguss, kann man damit Umschläge bei schlecht heilenden Wunden anwenden. Bei Unterleibsbeschwerden nimmt man am besten 2 Handvoll des Krautes auf 1 Liter Wasser, um damit ein Sitzbad anzurichten und durchzuführen. Mit diesem Aufguss kann man auch Hand- und Fußbäder zur beschleunigten Wundheilung nehmen.

Frauenmantel

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