Von der Küche in die Natur

Mit dem Majoran wieder retour

Viele Künstlerinnen und Künstler an den Herden der ausgehenden Winterszeit sollten eine Prämie bekommen. Für mich als eher Unbegabten im Fach Kochen ist es immer wieder erstaunlich, was da jeden Tag erneut komponiert, gezaubert und hergestellt wird. Was mich am meisten beeindruckt, ist der Einfallsreichtum, den so und so viele haben müssen, die ihrer Familie oder ihrem Betrieb etwas zu kochen haben. Gut soll es sein und gesund noch dazu. Von der Küche aus geht da der vorausschauende geistige und zugleich konkrete Blick in den Garten. Heute soll er auf den Majoran (Origanum majorana) fallen. Seinen wilden und bei uns heimischen Kollegen Dost durften wir bereits kennen lernen. Der Majoran stammt ursprünglich aus Kleinasien. In Gebieten mit mildem Klima kann er aber auch bei uns gepflanzt werden. Beim herrlich würzigen Geschmack des Majorans ist es nicht verwunderlich, dass er schon im alten Griechenland als Symbol für die Glückseligkeit angesehen wurde. Wer mit diesem Küchenkraut die Speisen zubereitet, liefert dem Körper all die guten Inhaltsstoffe des Majorans wie z. B. Flavonoide, Ascorbinsäure sowie Gerb- und Bitterstoffe.

Würzig und vielseitig:

Auf den Magen wirkt der Majoran beruhigend, bei Nervenschmerzen vermag er die damit verbundene Pein zu lindern. Mütter, die ihr neugeborenes Glück stillen, brauchen im Normalfall den Majoran nicht zu meiden, denn er unterstützt die Milchbildung. Ja, und wer sich den Magen gar verdorben hat, probiere am Morgen nüchtern eine Tasse Majoran-Tee zu trinken. Das führt zu einer natürlichen Magenreinigung, kann aber auch mit Erbrechen verbunden sein.

Majoran

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