Kleine Blüten und große Wirkung

Das Bohnenkraut ist mehr als ein Gewürz

Haben Sie schon einmal etwas von Tschubritza gehört? Also, mir war dieser Begriff bislang fremd, bis mir jemand erklärte, dass dieses Wort eine Bezeichnung eines Gewürzes sei, das man vor allen in Bulgarien verwendet. Dort mengt man es gerne allen Gerichten mit Bohnen bei. Nun, diese Würze besteht vor allem aus getrockneten Blättern des Garten-Bohnenkrautes (Satureja hortensis). Mit dieser Pflanze begegnen wir wieder einmal einer Art aus der Familie der Lippenblütler. Das Bohnenkraut ist eine einjährige krautige Pflanze, deren Wuchs sehr verzweigt ist. Die eher kleinen Blüten sind rosa gefärbt und wachsen auf einer so genannten Scheinähre. Die Blütezeit beginnt im Hochsommer und kann bis in den Oktober hinein andauern. Ursprünglich dürfte diese Heilpflanze in den Landstrichen zwischen dem Mittelmeer und dem Schwarzem Meer wild vorgekommen sein, doch gibt es schon Belege aus dem Römischen Reich, dass das Bohnenkraut bereits damals als Gartenpflanze kultiviert wurde und somit als Küchen- und Heilpflanze zur Verfügung stand. Durch seine Inhaltsstoffe stärkt das Bohnenkraut nicht nur die Verdauung, sondern auch das Atmungssystem und die Nerven.

Bohnenkraut-Tee:

Vom getrockneten Kraut des Bohnenkrautes nimmt man 2 Teelöffel und übergießt diese mit 1/4 Liter kochendem Wasser. Anschließend 15 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen und abseihen. Bei Durchfall, bei Magen- und Darmkrämpfen kann man täglich 2 bis 3 Tassen von dem Tee trinken. Dieser hilft auch mit, das krankheitsbedingte Durstgefühl bei Diabetikern zu mindern.

Bohnenkraut

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