Ein stiller Wegbegleiter

Das Gänsefingerkraut löst Krämpfe

Wie kann ich eine Beziehung zu den Heilkräutern aufbauen? Diese Frage stellen sich viele, die vielleicht den einen oder anderen guten Vorsatz gefasst haben, im angebrochenen Jahr gesünder zu leben. Nun, die ersten Schritte dahin bestehen meiner Meinung nach nicht darin, krampfhaft seitenlange Abhandlungen über die Pflanzen der Heilkunde zu studieren, sondern alternativ dazu empfehle ich, bei Spaziergängen durch die Natur mit „Lockerungsübungen“ zu beginnen. Als erstes sind die Augen dran. Schließen Sie bewusst eine Zeit lang die Lider ihrer Sehorgane und öffnen Sie dann Ihre Augen, um aufmerksam zu werden. Danach neigen Sie das Haupt, um die Blickrichtung zu ändern. Als dritte beugen sie einfach das Knie, um mit dem anderen den Boden zu berühren, auf denen die grünen Lebewesen wachsen und wahrgenommen werden dürfen. Wer also in diesem Sinne am Wegrand oder auf einer Wiese stehen bleibt, entdeckt wahrscheinlich das Gänsefingerkraut (Potentilla anserina). An seinen stark gefiederten Blättern ist es leicht zu erkennen. Es zählt zu den Rosengewächsen und beinhaltet vor allem Schleim-, Bitter-, und Gerbstoffe. Es hat eine zusammenziehende Wirkung und kann helfen, Durchfall zu stoppen und Schmerzen zu lindern.

Ein altes Hausmittel bei Krämpfen:

Zwischen Mai und August kann man die Blätter des Gänsefingerkrautes ernten und trocknen. Davon nimmt man in zerkleinertem Zustand 2 Esslöffel voll sowie 1 Esslöffel Fenchelsamen und kocht dies in 1/2 Liter Milch. Nach dem Abseihen trinkt man schluckweise die fertige Milch, wenn sie die dementsprechende Temperatur erreicht hat.

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