Wenn Asthma einen in Schach hält
6. November 2026Der Heilziest hat lindernde Kraft
Das Leben ist ein großes Geschenk an jeden und jede, die das Licht der Welt vor Lurzem oder vor längerer Zeit das erste Mal erblicken durften. Gleichzeitig sind mit dem Lauf der Erdentage auch verschiedenste Herausforderungen verbunden, die unsere Kräfte auf die Probe stellen. Dazu zählen gewiss auch chronische Krankheiten, mit denen wir irgendwie zurechtkommen müssen. Eine dieser Beeinträchtigungen tritt in Form von sogenanntem Asthma bronchiale zutage, das sich in den Atemwegen festsetzt. Hierzu hat der Herrgott den Heilziest (Betonica officinalis) wachsen lassen. Dieses in früheren Jahrhunderten populäre Gewächs ist vielerorts in Vergessenheit geraten. Heute erlebt es jedoch bei Kräuterfreunden wieder eine Renaissance. Gerb- und Bitterstoffe sind in den Wuchsteilen des Heilziests eingelagert und besitzen daher eine gesundheitsfördernde Kraft. Gleichzeitig möchte ich darauf hinweisen, dass der Heilziest die Vielfalt der Pflanzen unserer Heimat bereichert und somit der Natur einen Mehrwert beschert. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge schätzen dieses Heilkraut ebenso – ganz besonders, wenn es blüht. In getrocknetem Zustand lässt sich das Gewächs nun zu unserem Nutzen aufbereiten. Ein Aufguss mit Heilziest kommt einem geschwächten Organismus zugute, der u. a. auch beim Atmen wiederholt Einschränkungen erfährt.
Aufguss mit getrockneten Blättern
2 Teelöffel voll getrocknete und zerkleinerte Blätter des Heilziests mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrühen. Hernach 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. 2-mal pro Tag eine Tasse davon zwischen den Mahlzeiten trinken. Dies kann als begleitende Maßnahme gerade dann durchgeführt werden, wenn jemand unter Asthma leidet und diese chronische Belastung zeitweise verstärkt auftritt.

Bild: Heilziest (Betonica officinalis) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum