Erleichterung bei Ödemen

5. November 2026

Meisterwurz ansetzen und trinken

Wer auf sich achtet, wird bei einer Veränderung seiner körperlichen Konstitution vermehrt auf den Bruder Leib schauen. Sogenannte Symptome signalisieren häufig, dass sich ein leidiger Umstand mehr oder weniger breitmacht. Dazu zählen auch die oft auftretenden Ödeme. Hierbei sind Ansammlungen an Gewebsflüssigkeit gemeint, die in Form einer Schwellung sichtbar werden. Das kann sich beispielsweise rund um die Augen, am Bauch oder an den Füßen einstellen. Um hierbei eine pflanzliche Begleitung anzudenken, sei die Meisterwurz (Imperatoria ostruthium) erwähnt. Wie ihr Name schon besagt, besitzt insbesondere die Wurzel der Pflanze eine heilsame Kraft. Ihre Inhaltsstoffe setzen sich in erster Linie aus ätherischem Öl, Bitter- und Gerbstoffen sowie auch aus Pektin und Harzen zusammen. Die traditionelle Weise der Verwendung der Meisterwurz wird in den Überlieferungen dahingehend beschrieben, dass man schon von alters her bei Verdauungs- bzw. Atemwegsproblemen auf sie zurückgegriffen hat. Aber diese Anwendungspalette ist noch breiter aufgefächert, wie der heutige Tipp es zeigen möchte. Übrigens ist eines beim Feststellen von Ödemen ganz wichtig: es gilt mithilfe einer gründlichen ärztlichen Untersuchung der ganzen Sache auf den Grund zu gehen. Dann kann auch ein Weg einer zielführenden Therapie beschritten werden, zu denen die pflanzlichen Maßnahmen oft eine sehr gute Ergänzung darstellen, so sie verantwortungsvoll zu Hilfe genommen werden.

Ausleitender und stärkender Trunk

Von der getrockneten und zerkleinerten Wurzel der Meisterwurz am Abend 1 Teelöffel voll in ein Trinkglas geben. Mit kaltem Wasser auffüllen und über Nacht zugedeckt stehen lassen. Am Morgen das Ganze abseihen. Nur ganz leicht anwärmen und schluckweise trinken. Das kann beim Auftreten von Ödemen eine Zeitlang täglich als begleitende und die körperliche Konstitution allgemein stärkende Maßnahme praktiziert werden. 

 

Bild: © Aquarell Meisterwurz (Imperatoria ostruthium) von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum