Eine Stärkung der Haut
2. November 2026Spitzwegerich für Auflagen und Abreibungen
Schildkröten haben es offenkundig leicht und einfach. Sie können sich jederzeit in ihr eigenes Haus zurückziehen, wenn ihnen danach ist. Außerdem kann ihnen durch ihren Panzer, den sie mit sich herumtragen, kaum ein Fressfeind etwas anhaben. Wir hingegen haben nur unsere verletzliche Haut, die zudem dann und wann eine Stärkung nötig hat. Dabei hilft uns übrigens auch der Spitzwegerich (Plantago lanceolata). Dieses Heilkraut ist ein pflanzliches Geschöpf, in dessen Blättern nicht nur Glykoside, sondern auch Schleimstoffe, Saponine, Kieselsäure und ein wenig an Vitamin C eingelagert sind. Der allseits bekannte Spitzwegerich wird herangezogen, um erkältete Atemwege zu unterstützen. Darüber hinaus lässt er sich aber ebenfalls für äußerliche Anwendungen in Anspruch nehmen. Immerhin brauchen wir ja etwas Wohltuendes und Linderndes, wenn uns zum Beispiel ein Insekt gestochen hat. Aber auch bei Geschwüren, Hautentzündungen und Verletzungen sollten wir den Spitzwegerich nicht links liegen lassen. Es steckt übrigens in der getrockneten Blattdroge sehr viel Kraft, die nun in den kalten Wochen und Monaten gezielt abgeschöpft werden kann. Vergessen wir also nicht die Vorzüge der Natur und lassen wir in diesem Sinne unserer Haut immer wieder etwas Stärkendes angedeihen.
Aufguss anrichten
Von den getrockneten und zerkleinerten Blättern des Spitzwegerichs 2 Teelöffel voll mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. Danach 15 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen. Zum Schluss abseihen. Den Aufguss dann dafür heranziehen, um Auflagen damit durchzuführen. Bei Hautentzündungen, abheilenden Wunden und Geschwüren stellt dies eine unterstützende Maßnahme dar. Es ist auch sinnvoll, in regelmäßigen Abständen mittels eines Waschlappens, der mit dem Spitzwegerich-Absud getränkt wird, den ganzen Körper abzureiben, um die Haut fit zu halten.

Spitzwegerich (Plantago lanceolata), © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum