Für eine gefestigte Verdauung
31. Oktober 2026Dem Magen Kornblumen streuen
Bekommt jemand Blumen geschenkt, so ist dies sicher eine der angenehmsten Überraschungen, die man persönlich erleben darf. Egal, ob es ein Geburtstag ist, der dazu Anlass gibt oder einfach nur ein wertschätzendes Dankeschön, das damit zum Ausdruck kommt: es bereitet einfach Freude. In übertragener Weise dürfen wir dies auch unserer Verdauung gegenüber einmal praktizieren. Gewiss bedarf es angesichts des gegenwärtigen Herbstes floraler Schönheiten in getrockneter Form. Heute möchte ich dafür die Kornblumen (Centaurea cyanus) auswählen. Diese Zierden der meist noch grünen Kornfelder enthalten nämlich reichlich Gerb- und Bitterstoffe. Jene Inhalte sind generell förderlich für unsere Gesundheit. Dieselbe bleibt in der Regel gewährleistet, wenn es dem Verdauungstrakt gut geht. Um nun besser für die kommenden Wochen und Monate Richtung Weihnachten gerüstet zu sein, ist es von Vorteil, den Leib dementsprechend in guter Verfassung zu halten. Dafür müssen nicht unbedingt kostspielige Präparate ins Auge gefasst werden. Zielführend ist es bereits, wenn auf eine einfache, sanfte und dennoch konsequente Weise die Heilkräuter auf den Plan gerufen werden. Je nach Belieben kann dies am Morgen, zu Mittag oder am Abend konkrete Gestalt annehmen. Ein Aufguss, der dann angerichtet und auch konsumiert wird, lässt einem die notwendigen Schritte in Richtung Wohlbefinden und Gesundheit setzen.
Gestärkt für Herbst und Winter
Zuerst ein Gemisch an getrockneten Blütenblättern und zusätzlich zerkleinerten Triebspitzen der Kornblumen besorgen. Dann 2 Teelöffel davon mit 1/4 Liter siedendem Wasser übergießen. Noch 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und danach abseihen. 2 bis 3 Wochen lang einmal pro Tag 1 Tasse davon bedächtig und schluckweise zu sich nehmen. Dies kommt einem ausbalancierten Verdauungsvorgang zugute, steigert auch ein wenig die Harnabgabe und trägt somit zu einer besseren Gesundheit bei, die uns in den kalten Zeiten sicher gut ansteht.

Kornblume (Centaurea cyanus), © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum