Entspannung unter der Bauchdecke
20. Oktober 2026Quendelöl wirkt wohltuend
Nicht selten ist es gefragt, dass jemand seine Handlungen und seine Entscheidungen mit dem sogenannten Bauchgefühl vorwärtsbringt. Das ist alles andere als kopflos oder weltfremd. Immerhin sitzen im Magen und Darm besondere Sensorien, die uns gerade dann helfen, wenn es gilt, spontan zu reagieren. In diesem Sinne möchte ich mich heute zusammen mit dem Quendel (Thymus serpyllum) dem Bauch zuwenden. Den Lippenblütler Quendel kennt man auch mit den Bezeichnungen Sand- oder Feldthymian. Die Wirkkräfte dieses Heilkrautes sind dem Vorhandensein von ätherischem Öl und darin wiederum dem Terpen Thymol zu verdanken. Verwendet man ein Thymiangewächs als Gewürz, so lassen sich diese Inhaltsstoffe zudem mit dem Geschmackssinn identifizieren. Der Quendel ist ein hervorragender Helfer, um etwa entzündete Atemwege zu stärken. Weitere Zonen des Körpers dürfen aber ebenfalls zu Nutznießern des duftenden Gewächses werden. Wie so oft leitet die Haut, auf der ein selbst hergestelltes Massageöl aufgetragen wird, den positiven Effekt, der im würzigen Heilkraut sitzt, an darunter liegende Adressaten weiter. Dementsprechend ist der Bauch eine Region, die mithilfe einer pflanzlich generierten Anwendung angepeilt werden darf. Bei kurzzeitigen Krämpfen in der Darmregion tut es z. B. gut, eine stärkende und gleichzeitig entspannende Maßnahme durchzuführen. Der Quendel leistet dabei auf jeden Fall einen spürbaren Beistand.
Getrocknetes Kraut ansetzen
Etwa 100 g getrocknetes blühendes Quendelkraut in einem weißen Schraubglas 3 Wochen lang in 1 Liter kaltgepresstem Oliven- oder Mandelöl ansetzen. Diese Mengen dürfen natürlich auch dementsprechend geringer bemessen werden. Nach dem Abseihen den angereicherten Ölauszug in braune Glasfläschchen füllen, kühl und dunkel lagern. Ab dann steht das Quendelöl bereit, um sich mithilfe von abendlichen Einreibungen auf dem Bauch eine wohltuende Entspannung zu gönnen. Vor dem Schlafengehen ist die beste Zeit dafür, um so auch indirekt die Nerven damit zu stärken und sein „Bauchgefühl“ aufzubessern.

Quendel (Thymus serpyllum) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum