Bei Husten und Heiserkeit
19. Oktober 2026Klatschmohnblüten für speziellen Aufguss
Es gibt berühmte impressionistische Gemälde, die einem den Blick in weite Landschaften auftun. Je nach Jahreszeit sind darauf auch die Pflanzen zu entdecken, die entweder kahl dastehen oder für eine unübersehbare Pracht sorgen. Da fällt mir gleich der Klatschmohn (Papaver rhoeas) dazu ein, der nicht nur die Künstler zum Malen animiert. In den Blütenblättern des farbintensiven Gewächses befinden sich neben Gerb- und Bitterstoffen, auch noch sogenannte Saponine. Unsere Vorfahren waren es bereits, die sich dieser Wuchsteile bedienten und sie für den eigenen Gebrauch auch aufbereiteten. Dies tat man, um etwa mit einem Bad den Alterungsprozess der Haut hintanzuhalten. Heute möchte ich jedoch darauf verweisen, dass der Klatschmohn ebenso bei Husten und Heiserkeit eine Möglichkeit bietet, um diesen leidigen Umstand in Grenzen zu halten. Hermann-Josef Weidinger meinte in seinen Schriften zudem, dass es ebenso Kindern guttun kann, wenn das rote Erntegut aufgebrüht und dann in kleinen Mengen getrunken wird. Ganz klar, dass wir momentan in der Landschaft draußen sicher vergeblich auf die Suche nach dem Klatschmohn gehen würden. Es gibt aber den Fachhandel, der die getrocknete Ware bereithält, damit alle, die das wollen diese auch verwenden können.
Tee für Hals und Lunge
Von getrockneten und mäßig zerkleinerten Blütenblättern des Klatschmohns 2 gestrichene Teelöffel nehmen und mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrühen. Sodann 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Letztlich abseihen und in eine Tasse leeren. Bei Husten und Heiserkeit diesen Kräutertee schluckweise trinken, um die schleimlösende und entkrampfende Wirkung der Klatschmohnblüten in Anspruch zu nehmen. Davon nicht mehr als 2 Schalen pro Tag konsumieren.

Klatschmohn (Papaver rhoeas) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum