Harte und schuppige Stellen auf der Haut
18. Oktober 2026Wäsche mit Borretsch durchführen
Noch bleibt ein wenig Zeit, sich der Pflanzen zu bedienen. Dank des überdurchschnittlich warmen Wetters des heurigen Jahres findet sich in milden Gegenden noch immer so manches in den Gärten vor, was erst ein kräftiger Frost mehr oder weniger unbrauchbar machen wird. Vielleicht steht also da und dort ein blühender Borretsch (Borago officinalis) im Garten. Dieses Raublattgewächs, das auch gerne als Gurkenkraut bezeichnet wird, eignet sich für die eine oder andere äußerliche Anwendung, was schließlich auch der Haut auf unserem Körper zum Vorteil gereichen kann. Im Borretsch sind Schleim- und Gerbstoffe sowie Saponine und Kieselsäure enthalten. Um diese Substanzen an den Mann bzw. an die Frau zu bringen, können wir darangehen, zum Aufbereiten eines überlieferten Haus- bzw. Pflegemittels zusätzlich nach einem qualitätsvollen Essig Ausschau zu halten. Bei vielen hat sich der Borretsch im Garten von alleine angesiedelt bzw. wurde auf einem eigenen Beet gehütet, um z. B. den Bienen eine willkommene Nahrungsquelle zu erschließen. Doch nun zum eigentlichen Thema: dann und wann bildet sich an verschiedenen Stellen unserer Körperflächen eine verhärtete oder schuppige Haut. Für diese Bereiche kann eine spezielle Waschung mithelfen, eine pflegende Maßnahme auf den Weg zu bringen.
Ansatz mit frischen Trieben
Vom Borretsch ein paar Blütenzweige frisch abschneiden. Diese hernach in eine leere Literflasche einführen, die bis zum Flaschenhals mit Apfelessig aufgefüllt wird. 8 Tage lang verschlossen auf der Fensterbank stehen lassen. Dann abseihen und in eine braun-oder grünglasige Flasche umfüllen. Für eine Waschung genügend warmes Wasser im Waschbecken mit 2 bis 3 Esslöffel voll Borretschessig ergänzen. Einen Waschlappen mit dem angereicherten Wasser tränken und die Haut damit gründlich abreiben. Im warmen Raum an der Luft abtrocknen lassen. Eine mehrmalige Anwendung proWoche wirkt erweichend und macht die Körperoberfläche frisch und zart.

Borretsch (Borago officinalis) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum