Für gereizte Haut
5. Oktober 2026Erlenrinde aufkochen
Nach einem Rekordsommer mit höchsten Temperaturen und extremer Trockenheit werden unsere Gewässer nach wie vor mit Sorge betrachtet, denn der ausreichende Niederschlag fehlt in großen Teilen des Landes noch immer. An die Flüsse und Teiche, an die Bäche und Seen zieht es auch wasserliebende Bäume, die ebenfalls unter den besagten Umständen leiden. Dazu zählt ferner die Schwarzerle (Alnus glutinosa). Sie ist von Natur aus prädestiniert – so vorhanden – auf nassen und feuchten Böden ihr Auslangen zu entfalten. Dabei kommt dieser Baumart eine große Bedeutung für eine naturnah strukturierte Uferzone vor allem der Fließgewässer zu. Darüber hinaus hat die Erle für das Wohl unseres Körpers etwas zu bieten. In ihrer Rinde findet sich nämlich ein hoher Anteil an Gerbstoffen vor. Ebenso ist auch eine Reihe an Flavonoiden dort eingelagert. Die Effekte, die von diesem Wuchsteil ausgehen, sind als keimwidrig, antibakteriell sowie als pilz- und entzündungshemmend zu bezeichnen. Folglich kann die Erlenrinde sehr nutzbringend sein, wenn es auf unserer Haut zu Irritationen kommt. Diese können sich etwa in Form von Entzündungen, allergischen Reizungen oder Ausschlägen äußern. Die letztliche und eigentliche Ursache für derlei Symptome gilt es sicher mithilfe einer ärztlichen Diagnose abzuklären. Als begleitende Maßnahme können – wenn nichts dagegenspricht – Waschungen durchgeführt werden, für welche die getrocknete Erlenrinde zu Hause aufbereitet wird. Zuvor sollte dieses Hilfsmittel in kleinen Mengen behutsam von den Bäumen entnommen und fachgerecht aufbewahrt werden.
Getrocknete Ware für Waschungen aufbereiten
Die Rinde von 3- bis 4-jährigen Erlenzweigen jetzt im Herbst streifenweise abschälen und gründlich trocknen. Von dieser zuvor noch zerkleinerten Ware 4 Esslöffel voll mit 1 Liter kaltem Wasser übergießen. In einem geeigneten Topf kurz aufkochen und anschließend zugedeckt ziehen lassen. Bei annehmbarer Temperatur abseihen. Einen Waschlappen damit tränken und die Haut damit abreiben. An der warmen Zimmerluft abtrocknen lassen. Bei Entzündungen und Reizungen der Köperhaut ein paar Mal am Tag durchführen. Dies kann mithelfen, unangenehme Symptome erträglicher zu machen oder gar zu verringern.

Schwarzerle (Alnus glutinosa) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum