Exquisites für den Magen

2. Oktober 2026

Die Blätter des Holzapfel                                                                                                                                 

Der Slogan „zurück zum Ursprung“ kann auf mehrere Bereiche angewandt werden. Das gilt meiner Meinung auch dann, wenn wir die Spuren der Abstammung unserer vielen Zuchtformen beim Obst und beim Gemüse zurückverfolgen. Und hierbei landen wir ferner bei den Ahnen eines besonders beliebten Obstes. Der Holzapfel (Malus sylvestris) ist so betrachtet ein Gewächs, das seine Verwandtschaft zu den Zuchtformen der beliebten Rosengewächse nicht abstreiten kann. Er wird auch gerne als europäischer Wildapfel bezeichnet. Sein Vorkommen erstreckt sich über weite Teile unseres Kontinents. Auen und naturbelassene Heckenareale sind seine bevorzugten Standorte. Es liegt wohl auf der Hand, dass wir uns im Zusammenhang auf eine naturheilkundliche Verwendung kaum für die Früchte dieses Baumes interessieren. Vielmehr richtet sich unser Augenmerk vor allem auf die Blätter des Wildapfels. Diese wurden idealerweise bereits in der ersten Hälfte des Sommers geerntet und getrocknet. Sie sind reich an Mineral-, Gerb- und Bitterstoffen. Daraus ergibt sich ein Vorteil, der insbesondere unserem Verdauungstrakt zugutekommen kann. Mit pflanzlichen Heilmitteln lässt sich übrigens so mancher vorübergehende Durchfall oder eben ein gereizter Darm gut begleiten und beruhigen. Der adstringierende Effekt, der von den Blättern des wilden Apfelbaumes ausgeht, kann mithelfen, eine gesunde Balance im Darm wieder herzustellen.

Stärkendes für die Verdauung

Um Magen oder Darm im Falle einer Reizung bzw. eines vorübergehenden Durchfalls zu unterstützen, ist es möglich, einen Tee zu trinken, der von den getrockneten Blättern des Wildapfelbaumes aufgebrüht wird. 2 Teelöffel voll dieser Ware mit 1/4 Liter siedendem Wasser übergießen. 15 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen. Danach abseihen und bei angenehmer Trinktemperatur schluckweise einnehmen. Ein paar Tage hintereinander in der Früh, zu Mittag und am Abend ungesüßt konsumieren. Das trägt dazu bei, manche Unpässlichkeit im Bauch zu lindern.

Holzapfel (Malus sylvestris) © JAG IMAGES, AdobeStock