Für eine geschmeidige Haut
28. August 2026Kartoffelwasser ins Bad verfrachten
Wir kennen die sprichwörtliche Sparsamkeit, die unsere Groß- und Urgroßelterngeneration hochgehalten hat. Sie war angesagt, als es nach Kriegsjahren galt, vieles in unserer Heimat neu aufzubauen und schließlich das sogenannte Wirtschaftswunder ab den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts zu ermöglichen. Dieser Vorgabe der Sparsamkeit scheint auch der heutige Ratschlag gerecht zu werden. Dafür bleiben wir vorerst einmal in der Küche. Dort werden nicht selten die Kartoffeln (Solanum tuberosum) für das Essen zubereitet. Und dabei fällt auch etwas zugunsten unserer Haut ab. Wenn die Mittagsmahlzeit oder ein Abendessen vorbereitet wird, dann sind es oft die Erdäpfel, die als Zuspeise unentbehrlich sind. Gewiss sind sie für unsereins in rohem Zustand ungenießbar. Deswegen ist es nötig, sie zu kochen, sofern sie nicht gebraten oder frittiert werden. Und beim Kochen fällt der so genannte Absud an, der zu guter Letzt im Kanal landet. Wenngleich diese Flüssigkeit nicht genossen werden darf, so kann sie dennoch in verdünnter Form an die Haut herangebracht werden. Das Erdäpfel-Absudwasser ist nämlich mit Mineralstoffen angereichert und birgt zudem einen hautpflegenden Effekt in sich. All das stellt sich als Vorteil für unsere Körperoberfläche heraus. Vielleicht ist es ja nach den Urlaubs- und Reisezeiten ganz gut, sich auch der eigenen Haut zuzuwenden, um sie geschmeidig zu erhalten.
Erweichende Maßnahme
Nach dem Kochen von Kartoffeln in der Küche das Wasser aus dem Topf herausleeren und in einem eigenen Gefäß auffangen. Davon werden 1 ½ bis 2 Liter in die bereits mit annehmbar warmem Wasser gefüllte Badewanne hinzugeleert. 20 Minuten lang darin genüsslich baden. Dann heraussteigen und gut abtrocknen. Noch ein geeignetes Kräuter-Hautöl dünn auftragen und einwirken lassen. Das erweicht eine von der Sonne strapazierte Haut und macht sie wieder geschmeidiger.

Kartoffeln (Solanum tuberosum) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum