Das Frühstück bescheiden gestalten

27. August 2026

Wundklee und das Morgenfasten                                                                                                                                 

Wie wir einen Tag beginnen, liegt zum großen Teil in unserer Hand. Frage ich Einzelne nach der Gestaltung des Frühstücks, so fallen die Antworten darauf recht unterschiedlich aus. Unter dem Aspekt einer Regulierung der Nahrungsaufnahme, welche ja bekanntlich oft zu üppig erfolgt, wäre empfehlenswert, dass schon beim Frühstück der sprichwörtliche Schmalhans Küchenmeister ist. Und dabei lässt sich konkret vorgehen, indem Kräuter auf den Plan gerufen werden. Ein Gewächs, das ich heute dafür empfehlen möchte, ist der Wundklee (Anthyllis vulneraria). Dieser Schmetterlingsblütler bildet auf seinen meist kargen Standorten goldgelbe Blütenkronen aus. Seine Wuchsteile stecken voller Gerbstoffe, Flavonoide und Saponine. Das Heilkraut wurde in seiner traditionellen Verwendung über Generationen namensgebend dafür aufbereitet, um Wunden in ihrem Heilungsprozess zu unterstützen. Der Wundklee ist überdies dazu angetan, unsere Magenschleimhäute zu stärken. Hat jemand die Absicht, sich im Hinblick auf die eigene Gesundheit nur ein sparsames Frühstück zu gönnen, ist es ratsam, auf Tees, Obst- und Gemüsesäfte nicht zu verzichten. Ein so genanntes Morgenfasten sollte auf jeden Fall nur dann durchgeführt werden, wenn dies die organische und auch kreislaufmäßige Verfassung des Einzelnen zulässt. Wer jene Grundvoraussetzungen mitbringt, darf darangehen, dann und wann einen minimalen Aufwand für das Frühstück zu treiben und dazu noch ganz ohne Kaffee.

Einen Aufguss zu Tagesbeginn

2 Teelöffel voll getrocknete Wundkleeblüten mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und danach abseihen. Zusätzlich mit ganz wenig Honig süßen. Anstelle des Frühstücks schluckweise und bedächtig trinken. Diese Art des Morgenfastens kann mithelfen, etwas für die Reduktion des Körpergewichts zu tun. Gleichzeitig können die nächtlichen Stoffwechselabläufe dadurch besser ausklingen. Immer wieder – sofern das Wohlbefinden nicht darunter leidet – höchstens 1 Woche lang in den Jahresablauf einbauen.

Wundklee (Anthyllis vulneraria) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum