Um Wallungen zu lindern

24. August 2026

Mit Herzgespann baden

Wenn ich mir die Vegetation bei mir daheim ansehe, so liefert sie momentan ein trauriges Bild. Vieles von dem, was im Frühjahr verheißungsvoll dem Sommer entgegenwuchs, blieb aufgrund der fehlenden Niederschläge buchstäblich auf der Strecke. Das hat naturgemäß auch seine Folgen auf die Insektenwelt. Sie suchen bis jetzt verstärkt nach Nektarquellen. Eine Pflanze bietet sich dahingehend als ertragreicher Landeplatz an: das Herzgespann (Leonurus cardiaca). Dieser Lippenblütler wird ebenso als Löwenschweif bezeichnet. Im Hinblick auf Wechselbeschwerden und vermehrtes Schwitzen im fortgeschrittenen Alter dürfen auch wir Menschen eine Hilfe davon abrufen. Die Inhaltsstoffe, die sich in den Blättern und den Blütentrieben des Herzgespanns befinden, sind in erster Linie Gerbstoffe, der Bitterstoff Leonurin, Alkaloide, ätherisches Öl und Flavonoide. Ich darf nun gleich darauf hinweisen, dass dieses Heilkraut bloß für äußerliche Anwendungen herangezogen werden sollte. Unter dieser Prämisse ist es durchaus möglich, die Wirkung des Gewächses als wohltuend entgegenzunehmen. Dort zeichnen sich ja auch gerne jene Beschwerden ab, die sich in den so genannten Wechseljahren unangenehm bemerkbar machen. Wer unter vermehrtem Schwitzen leidet, das sich eben im Alter jenseits der 50 einzustellen vermag, kann ebenso daran denken, den folgenden Tipp zu beherzigen.

Zusatz mit getrocknetem Kraut

70 g getrocknete Blätter und blühende Triebe des Herzgespanns zerkleinern und mit 2 Liter kochendem Wasser übergießen. Danach 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Zum Schluss abseihen und in die bereits gefüllte Badewanne leeren. Bei angenehmer Temperatur 20 Minuten lang ein Ganzkörperbad nehmen, um die schweißlindernde und ausgleichende Wirkung des Herzgespanns zur Wirkung zu bringen. Dies kann sich beim Auftreten von Wallungen und bei vermehrtem Schwitzen bewähren. 

Herzgespann (Leonurus cardiaca) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum