Feine Beigabe ausgraben
17. August 2026Die Wurzel des Kümmels als Gemüse
In den zurückliegenden Monaten haben wir in unseren Gärten viel zu tun gehabt. Zumindest war ein regelmäßiges Gießen angesagt, um Blumen und Gemüsepflanzen bei Laune zu halten. Und die Mühe hat sich meistens gelohnt. Vielleicht hat jemand ja auch den Kümmel (Carum carvi) in seiner grünen Sammlung, die er dann und wann seinen Besuchern präsentieren kann. Wahrscheinlich wird bei diesem Doldenblütler auf die Ernte der Samen abgezielt. Doch zu jener Pflanze gibt es noch etwas zu ergänzen. Heute will ich nämlich unser Interesse auf den unter der Erde verborgenen Wuchsteil des Kümmels hinlenken. Darin sind wertvolle Mineralstoffe samt ätherischen Substanzen eingelagert. Wir dürfen gerade in den kommenden Wochen darangehen und diese allseits bekannte Würzpflanze im wahrsten Sinne an der Wurzel packen. Nachdem der Samen abgeerntet wurde, ist es recht, die Wurzel auszugraben und für den eigenen Verzehr zu nutzen. Dies liegt übrigens ganz im Trend einer neuen Ernährungskultur. Nicht selten kommt es auch vor, dass jemand eine strenge Diät beim Essen einhalten muss. Da ist es dann obendrein vermehrt angesagt, sich um Spezialitäten umzusehen, die dem Magen und der ganzen Verdauung zugutekommen. Und manches davon liegt ohnehin ganz nahe in der Erde verborgen. Herzliche Einladung also, in dieser Weise auf Schatzsuche zu gehen!
Leichte Kost ausprobieren
Hat eine Kümmelpflanze das Stadium erreicht, dass ihre Samen ausgereift sind und dieselben abgeerntet werden können, soll auch an die Wurzel des Gewächses gedacht werden. Diese sodann ausgraben und fein säuberlich unter fließendem Wasser waschen. Nun kann sie als Beigabe herhalten, wenn Gemüse gedünstet wird. Gleichfalls kann man sie natürlich auch zum Zubereiten einer Suppe heranziehen. Die Kümmelwurzel ist in der Regel leicht verdaulich und daher als Diätkost geeignet.

Kümmel (Carum carvi) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum