Grüne Nadeln für die Haut
7. August 2026Jetzt von den Bäumen ernten
Wir leiden wohl allesamt mit, wenn wir uns die vielerorts trockenen Gegebenheiten ansehen müssen. Mensch, Tier und Pflanze sind letztendlich allesamt betroffen. Und so ist es höchste Zeit, die Umwelt wieder mehr zu schätzen und derart zu leben, dass sie keinen Schaden erleidet. In ihr stecken unzählige kostbare Schätze, die sich für unsere Gesundheit als förderlich herausstellen. Unter den Nadelbäumen suche ich mir diesmal ein besonders liebenswertes Geschöpf aus. Es ist die Lärche (Larix decidua), die sich mit ganz weichen Nadeln schmückt. Diese Baumart gehört wesentlich zu einer gesunden Biodiversität des Berg- und Hügellandes. Sie sticht vor allem in den Herbst- und frühen Wintermonaten ins Auge, wenn sie sich gleichsam goldgelb einfärbt. Gegenwärtig trägt sie jedoch trotz der Hitze ein grünes Kleid. Bis Ende August können nun die Lärchennadeln behutsam von den Zweigen abgezupft (vorausgesetzt, dass keine Bäume dadurch geschädigt werden) und an einem schattigen Platz gründlich getrocknet werden. In ihnen bergen sich nämlich wertvolle ätherische Ölsubstanzen, desgleichen auch Harze, Harz- und Bernsteinsäure. In den Anliegen, die in erster Linie unsere Haut betreffen, steht uns die Gabe aus Garten und Wald gut an, speziell, wenn ein Leiden auf der äußeren Schutzschicht des Körpers zu bewältigen ist. Das können beispielsweise Hautflechten oder Ausschläge sein, die uns dann einen Anlass bieten, das Gewand der Lärchenzweige zur Anwendung zu bringen.
Lärchengrün für die Badewanne
Von getrockneten Lärchennadeln 4 Esslöffel voll mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen. Anschließend 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Beim Abseihen den Aufguss in die bereits mit warmem Wasser gefüllte Badewanne leeren. 20 Minuten mit dem ganzen Körper darin baden. Die Wirkkräfte der Lärchennadeln erweisen sich dann in der Regel als hautstärkend und tragen dazu bei, mit Flechten und Ausschlägen samt deren unangenehmen Symptomen besser zurechtzukommen.

Lärche (Larix decidua) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum