Zugunsten eines besseren Wohlbefindens

27. Juli 2026

Den Löwenzahn aufbrühen

Vielleicht gehen unsere Gedanken nun angesichts des trockenen Sommers in den Frühling zurück, wo sich unsere Natur noch frischer und saftiger präsentierte als dies gegenwärtig der Fall ist. Immerhin sind vor wenigen Monaten sehr viele wertvolle Pflanzen präsent gewesen, als sie frisch aus dem Boden sprießten und gleichsam ihre Jugend zur Entfaltung brachten. Unter ihnen war der Löwenzahn (Taraxacum officinale) gewiss nicht zu übersehen, da er mit seinen goldenen Blüten ganze Wiesen übersäte. In ihm sind jetzt wertvolle Bitterstoffe enthalten, die mithelfen, den gesamten Stoffwechsel in unserem Körper zu aktivieren. Darüber hinaus liefert jener Korbblütler dem Organismus noch Vitamine und Mineralstoffe, die prinzipiell auch nicht zu verachten sind. Sosehr der Sommer dazu angetan ist, sich vermehrt im Freien zu bewegen und durch sportliche Aktivitäten wie Radfahren, Schwimmen und ausgedehntes Wandern fit zu halten, lädt auch ein gedeckter Tisch und zuvor noch manch angeheizter Griller dazu ein, es uns gutgehen zu lassen. Gemütliche Abende mit Freunden und Einladungen zu einem guten Essen tragen das Ihre dazu bei, dass der Organismus meist gar nicht wenig zu verdauen und aufarbeiten hat. Dabei sollte aber das Wohlbefinden der inneren Organe im wahrsten Sinne des Wortes nicht unter den Tisch fallen. Der Löwenzahn hat so gesehen noch längst nicht ausgedient und behält schließlich zu jeder Jahreszeit seinen Wert.

Tee für inneres Wohlbefinden

Von getrockneten und zerkleinerten Blättern des Löwenzahns 2 Teelöffel voll mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. Bei annehmbarer Temperatur schluckweise konsumieren. Dieser Aufguss schmeckt gewiss bitter, aber dennoch gleich am Morgen auf nüchternen Magen die erste Tasse davon trinken. Das fördert gerade nach einem opulenten Abend die Tätigkeit der Leber, der Bauchspeicheldrüse und der Nieren und fördert so eine gute Befindlichkeit des ganzen Körpers.

Löwenzahn (Taraxacum officinale) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum