Bei Nervenschwäche

14. Juli 2026

Den silbergrauen Duftstrauch Lavendel zu Hilfe nehmen

Lavendelweiber ziehen nicht mehr singend von Haus zu Haus. Sie boten früher ihre duftende Ware an. Aber der Lavendel (Lavendula angustifolia) im eigenen Garten gezogen, lässt uns den herzhaften Duft genießen. Dieses milde, beruhigende Aroma macht diesen zur Gesundheitsquelle. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge lieben diese Pflanze. In Säckchen eingenähte getrocknete Blüten zwischen die Kleider gehängt, hält die Motten fern. Wenn sich die Blüten gerade entfaltet haben, beginnt die Lavendel-Ernte. Man schneidet die Blütentriebe ab, hängt sie zum Trocknen auf und rebelt dann die Blüten ab. Mit dieser Pflanze kann auch zweimal in der Woche ein beruhigendes Bad durchgeführt werden. 50 g Lavendelblüten werden mit 2 l kochendem Wasser im Heißaufguss zubereitet und abgeseiht. Die Flüssigkeit dem Vollbad beigeben. Anstatt der Lavendel-Abkochung kann man dem Badewasser auch 3 Esslöffel Lavendel-Badeöl beifügen. Ein Lavendel-Vollbad bekommt den Hypotonikern sehr gut: Menschen mit niedrigem Blutdruck werden dadurch erfrischt. Einige Tropfen ätherisches Lavendel-Öl in der Wohnung zum Verdunsten aufgestellt lässt eine Atmosphäre von Reinheit, Frische und Ordnung entstehen. Depressionen lichten sich. Man vermeint, die Seele wäre durch einen gründlichen Frühjahrsputz gegangen. Lavendel gehört zu den wertvollsten aromatischen Heilkräutern. Als Lippenblütler ist er ein Wärmebringer, der in erster Linie das Gemüt erreicht, dann aber auf den Willen einen günstigen Einfluss ausübt. Er passt zu Menschen, die ernsthaft nach Entfaltung ihrer eigenen Persönlichkeit suchen, sich aber nicht durchsetzen, weil sie „Möchte-Typen“ und keine „Wollen-Typen“ sind.

Lavendel-Tee wirkt der Nervenschwäche entgegen

2 gestrichene Teelöffel Lavendelblüten mit ¼ l kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen, abseihen. Eine solche Kur sollte 3 Wochen lang ohne Unterbrechung durchgeführt werden. Es werden täglich 3 Tassen getrunken, und zwar morgens gleich nach dem Aufstehen, mittags eine halbe Stunde vor der Mahlzeit und abends 1 Stunde vor dem Zubettgehen. Den Tee mit Honig süßen und 2 Esslöffel Zitronensaft beigeben. Bei Magen- und Darmbeschwerden den Tee unbedingt ungesüßt trinken.  

Lavendel (Lavendula angustifolia) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum