Als Einreibung und Aufguss

1. Juli 2026

Mit Ackerschachtelhalm dem Sommer trotzen

Eigentlich war das, was jetzt schon an heißer Herausforderung hinter uns liegt – zumindest kalendarisch gesehen – erst der Anfang des Sommers. Gott geb’s, dass die Zeiten wieder eine bessere Balance des Wetters mit sich bringen. Gerade deswegen ist es nun angesagt, sich vermehrt der Pflanzen zu bedienen, die so manche Annehmlichkeiten für uns bereithalten, auch in puncto Schweiß. Der Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense) ist in der Lage, uns als Heilkraut genau in diesem Anliegen zur Seite zu stehen. Jenes Gewächs, das oft als Zinnkraut bezeichnet wird, ist recht häufig auf agrarisch bewirtschafteten Flächen zu finden. Es bevorzugt dort vor allem feuchte Randzonen der Äcker, wo sich aufgrund eines lehmigen Bodens bei vermehrtem Niederschlag Staunässe bilden kann, die andere Pflanzen gar nicht vertragen. Für die Naturheilkunde sind in erster Linie die grünen Wuchsteile des Zinnkrauts von Interesse. Sie enthalten Kieselsäure, Kalium, Kalzium, Flavonoide und Saponine. Das legt es folglich nahe, mit den guten Effekten des Zinnkrauts den Körper auch äußerlich zu pflegen und zu unterstützen, wobei gerade die Füße nicht zu kurz kommen sollten. Es sind gerade die Gliedmaßen, die uns den ganzen Tag über tragen und bei hohen Temperaturen vermehrt Schweiß produzieren. So ist es angesagt, sich selbst ein geeignetes Haumittel herzustellen, auf das zurückgegriffen werden kann, wenn der Sommer es gar zu gut mit uns meint.

Tinktur herstellen und anwenden

30 g frische grüne Triebe des Ackerschachtelhalms zerkleinern und zusammen mit 1/2 l gutem Kornbranntwein oder einem hochprozentigen Obstler 14 Tage lang in einem verschlossenen Glasgefäß ansetzen. Das Gefäß idealerweise auf eine Fensterbank stellen. Täglich einmal durchschütteln. Zum Schluss abseihen, mit 1/4 l destilliertem Wasser verdünnen, durchrühren und in dunkelglasige Fläschchen füllen. Mit dieser Tinktur frisch gewaschene und gründlich abgetrocknete Füße einreiben, um so die Schweißproduktion zu mindern. Ergänzend dazu kann täglich 1 Tasse Zinnkrauttee schluckweise getrunken werden.

Bild: © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum