Ein rundum gesundes Dessert

29. Juni 2026

Rotklee als Grundlage

Im Sommer gehen viele von uns wandern. Sucht man dafür eine landschaftlich reizvolle Destination auf wie etwa die alpinen Regionen oder das liebliche Waldviertel, so nimmt man dort auf dem Weg nur das mit, was höchstens in einen Rucksack passt. Die gesundheitlichen Tipps dieser Kolumne können dann auch ein Vademecum (aus dem Lateinischen wörtlich übersetzt: Geh mit mir!) darstellen, das die Menschen begleitet. Und heute möchte ich ein leichtes Dessert zumindest schriftlich auftischen, vor allem der Leber und der Galle zuliebe. Die Grundlage dafür bildet ausnahmsweise einmal der Rotklee (Trifolium arvense). In seinen Blüten bergen sich neben Flavonoiden, Glykosiden und Salicylaten auch Vitamine. Damit liegt es auf der Hand, dem Rotklee ebenso in der pflanzlichen Heilkunde eine wirkvolle Rolle zuteil werden zu lassen. Dass dies nicht von ungefähr kommt, können wir unter anderem anhand der aufbereiteten Präparate, die in den Apotheken vorrätig sind, erkennen. Der Rotklee besitzt nämlich etliche Vorzüge. Diese erweisen sich nicht bloß für eine etwaig angestrebte Ausbalancierung des eigenen Hormonhaushaltes als förderlich, sondern ebenso für die Tätigkeit der Leber und der Gallenblase. Solange man also den Rotklee an sauberen Orten samt seinen voll ausgebildeten Blüten zur Verfügung stehen hat, kann er geerntet und in weiterer Folge verarbeitet werden. Vielleicht hat ja jemand Lust auf eine gesunde Nachspeise, die sich gleichzeitig als erfrischend herausstellen wird.

Zubereitung eines Blüten-Nachtisches

Von frisch abgezupften, voll ausgebildeten Rotkleeblüten ca. 1 Handvoll in eine Glasschale geben. Ein Stück einer zarten Karotte reiben und den Blüten hinzufügen. Dann noch 1 Teelöffel Honig und 1 vollen Esslöffel einer Brombeer- oder Schwarzen-Johannisbeer-Marmelade als Draufgabe. Alles gut miteinander abrühren und hernach genüsslich auslöffeln. Dieses Dessert eignet sich als Abschluss eines guten Sonntagessens und fördert auf sanfte Weise die Tätigkeit der Leber und der Gallenblase.

Rotklee (Trifolium pratense) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum