Bei fettiger Gesichtshaut
26. Juni 2026Johanniskraut äußerlich verwenden
Sobald die Sonne mit ihrem Lauf den Zenit erreicht hat, sind offenkundig dem Sommer keine Grenzen gesetzt. Das zeigt uns heuer ganz bestimmt das gegenwärtige Wetter mitsamt seinen Rekordleistungen an hohen Temperaturen. Die Sommersonnenwende ruft aber auch gleichzeitig manche Pflanzen auf den Plan, die sich gerade bei Wärme und ausreichendem Tageslicht prächtig entfalten. Mit einigen von ihnen können wir darangehen, unsere Gesichtshaut aufzubessern. Das Johanniskraut (Hypericum perforatum) kommt dabei als Hilfe infrage. Es ist an Wegrändern, entlang von Wiesenflächen und selbst in lichten Wäldern zu finden. Auf Bahndämmen erobert es ebenso als Pioniergewächs die meist steilen Hänge und Böschungen. In dem Gewächs sind u. a. Hypericin, Bitter- und Gerbstoffe sowie eine Reihe an Flavonoiden eingelagert. Das Johanniskraut ist bekannt dafür, dass es bei seelischen Problemen eine ausgleichende Unterstützung bieten kann. Zahlreiche aufbereitete pflanzliche Präparate stehen in den Apotheken dafür bereit. Im häuslichen Gebrauch sollte das Gewächs jedoch nur für äußerliche Anwendungen herangezogen werden. Um etwa das Gesicht zu umsorgen – vor allem dann, wenn es eine eher fette Haut besitzt – ist dies möglich. Denn die antiseptischen und zusammenziehenden Eigenschaften des Johanniskrautes erweisen sich durchaus als wohltuend. Zwischen den erfrischenden Maßnahmen, die nun angesichts der Hitze geboten sind, um uns fit zu halten, soll auch die Pflege des Gesichts nicht zu kurz kommen.
Waschungen mit kaltem Tee
15 g getrocknete Johanniskraut-Blüten zuerst mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen. Danach 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Dann erst abseihen und auskühlen lassen. Mit dem Absud das Gesicht gründlich abwaschen. Das hält die Bildung von Hautfältchen zurück. Vor allem aber hilft diese Anwendung mit, die Gesichtshaut zu entfetten. Starke Sonneneinstrahlung zugleich meiden, da das Johanniskraut die Lichtempfindlichkeit der Haut deutlich erhöht.

Johanniskraut (Hypericum perforatum) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum