Erfrischung an den Füßen
25. Juni 2026Birkenrinde bremst den Schweiß
Bäume haben momentan sehr viel zu bieten. Ganz oben auf der Liste ihrer Vorzüge steht wohl der Schatten, den wir nun mehr als sonst in Anspruch nehmen. Die verschiedenen Baumarten liefern auch herrliche Früchte jeglicher Art und erfreuen so je neu unseren Gaumen. Und schließlich zählen sie zu den heilsamen Gewächsen, denen wir bei Bedarf etwas entnehmen dürfen, um unserem Körper manch Förderliches zuzuführen. Die Hängebirke (Betula pendula) ist ein gutes Beispiel dafür. Sie zählt zu den Pioniergewächsen unserer Heimat und ist imstande, selbst unwirtliche Halden und Brachland mit kargem Boden zu erobern und zu bewachsen. Von der Birke kann einiges verwendet werden. Das sind in erster Linie die Blätter, welche eine harntreibende Wirkung besitzen sowie ebenfalls der Saft der weißstämmigen Bäume, der ab dem zeitigen Frühjahr von den Wurzeln in die Zweige hinaufsteigt. Von fingerdicken Ästen lässt sich übrigens das ganze Jahr über die Rinde ernten, indem sie streifenweise abgeschält und gründlich getrocknet wird. Sie enthält hohe Anteile an Terpenen und Gerbstoff. Seit alters her wird die Außenschicht der Birke geschätzt, weil manche unserer Hautkrankheiten durch ihre gezielte Verwendung begleitet werden können. Und sie ist auch dafür nützlich, um den Schweiß an den Füßen zu reduzieren. Das stellt ganz sicher an heißen Sommertagen ein Thema dar, wenn es uns auch oft nicht erspart bleibt, geschlossenes Schuhwerk zu tragen.
Ansetzen und aufkochen
Von getrockneter und zerkleinerter Birkenrinde eine Menge von ca. 75 g mit 1 l Wasser übergießen. Über Nacht zugedeckt stehen lassen. Am Morgen darauf kurz aufkochen, abseihen und einem Fußbad als Zusatz beigeben. 10 Minuten die Füße darin baden. Zum Schluss die Füße gut abreiben und nach Möglichkeit noch mit einer Salbei-Lotion massieren. Alles in allem ergibt diese Maßnahme eine wohltuende Erfrischung, die sich vor allem an heißen Tagen bewährt und mithilft, die Schweißproduktion ein wenig zu bremsen.

Birke (Betula pendula) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum