Um die Nieren zu unterstützen
19. Juni 2026
Den Stinkenden Storchschnabel aufgießen
Was meint jemand genau, wenn er von Zufall spricht? In erster Linie wird dieses Wort für eine überraschende Begegnung verwendet oder ein Treffer im Lotto damit zum Ausdruck gebracht. Ich selbst nehme diesen Begriff gerne in den Mund, wenn mir im wahrsten Sinne etwas zufällt. So bin ich vor einigen Tagen noch – ohne ihn bewusst anzupeilen – bei einer Wanderung auf den Stinkenden Storchschnabel (Geranium robertianum) gestoßen, der auch als Ruprechtskraut bezeichnet wird. Sobald die Blüten dieses Gewächses ihre Kronblätter fallen lassen, entdeckt man ein Überbleibsel, das frappant an den Schnabel von Meister Adebar erinnert. Zudem riecht das Kraut auch noch äußerst unangenehm. Bei den verwandten Arten des Storchschnabels, die etwa als Geranien und Pelargonien die Blumenkisterl zieren, können wir durchaus auch einen markanten Duft an den Blättern feststellen, die jedoch dem Geruchssinn eher zuträglich sind. Seit jeher wurde der Stinkende Storchschnabel in der traditionellen Naturheilkunde geschätzt, doch heutzutage scheint er eher in Vergessenheit geraten zu sein. Zu den Inhaltsstoffen der Pflanze zählen Bitter- und Gerbstoffe, Geraniin und ätherisches Öl. Leider bleiben wir nicht davor gefeit, dass sich auf den inneren Organen Schwächen einstellen können, wovon auch die Nieren keine Ausnahme bilden. Genau dann ist es ratsam, sich einer gründlichen ärztlichen Untersuchung zu unterziehen, um durch eine wirkungsvolle Therapie die erhoffte Gesundheit zurückzuerlangen. Der Storchschnabel kann zusätzlich mithelfen, diesem Wunsch wieder näher zu kommen.
Aufguss als Begleitung
2 Teelöffel voll von getrockneten und zerkleinerten blühenden Pflanzenteilen des Stinkenden Storchschnabels mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. Vor dem Abseihen noch 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Schluckweise pro Tag bloß 1 Tasse davon trinken und dies 3 Wochen lang konsequent durchführen. Die Kraft des Storchschnabels erweist sich speziell für die Nieren als stärkend und unterstützend. Voraussetzung für derlei Anwendung ist die persönliche Verträglichkeit gegenüber dem Storchschnabelkraut und die Kompatibilität desselben mit den verschriebenen Medikamenten ärztlicher Therapien.

Storchschnabel (Geranium robertianum) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum